Der Dorfbrand von Mumpé Medel vom 16. Oktober 1836

Übersezung der Originaltexte. Die Texte sind in der Sprache der damaligen Zeit verfasst und darum recht schwierig zu übersetzen. Darum folgt hier eine möglichst detailtreue Fassung, die jedoch nicht worttreu ist.

[Aus Il Glogn 1936] — Um dem Leser zu zeigen, wie eindrucksvoll dieses Unglück für unsere Urahnen war, wollen wir die Zeitungsnachrichten der damaligen Zeit wiedergeben – jeder kann sich so seine Gedanken machen: „Am 16. Oktober 1836 um ein Uhr nachmittags, während das Volk in der Kirche war, ist ein Feuer in Mumpé Medel, einer Ortschaft von Disentis, ausgebrochen. Innerhalb einer Stunde sind 7 Häuser und 6 Ställe zu Asche und Staub verwandelt worden, 13 Familien stehen auf der Gasse. Die wenigen Möbel und die gerade untergebrachte Ernte sind ebenfalls ein Raub der Flammen geworden. Der Schaden beläuft sich auf 16000 Gulden und weil die Not in diesem Jahr besonders gross ist, wird dieser Betrag noch mehr schmerzen. Durch die allgemeine Not können nur wenige helfen. Öffnet eure Schätze, mit denen euch der Himmel belohnt hat, nehmt euer Herz in die Hand. Wer helfen möchte, soll sich bitte an die Redaktion des Grischun Romontsch [damalige Zeitung] wenden. (Il Grischun Romontsch, Nr. 36. 1839, November)

Ein bischen genauer, wie sich das Unglück zugetragen hat, berichtet der Chronist des Klosters [Disentis]. Er sagt, dass der Konvent beim Mittagsessen war, als die Glocken von s. Gions Feueralarm schlugen. Und was für eine Überraschung für die Mönche! Als sie aus dem Fenster schauten, sahen sie das Feuer inmitten des Dorfes Mumpé Medel. Daraufhin hätten auch sie die Glocken geläutet und seien, zusammen mit den Disentisern, nach Mumpé Medel gerannt, um zu helfen. Noch bevor sie dort eintrafen, brannte bereits das ganze obere Dorf, ja sogar das Dach der Kapelle in Summa Crusch hätte bereits Feuer gefangen. Doch die Kapelle konnten sie retten. Auch wenn sie schneller gewesen wären, wäre der Kampf gegen das Feuer wegen Wassermangel aussichtslos gewesen.

Das Feuer ist im Haus von Gion Battesta Jacomet ausgebrochen und hat sich von dort mit rasanter Geschwindigkeit über das ganze Dorf ausgebreitet. Alles ist abgebrannt, ausser einem Haus in Summa Crusch ([Anmerkung von 1936:] dieses, wo heute Giachen Schmed wohnt!). Zum Glück liefen gerade 3 Männer aus Siat und Bistgaun Sialm von Segnas, vom Markt in Lugano zurückkommend, durch Mumpé Medel. Diese Männer hatten eine gute Eingabe gehabt und seien von Haus zu Haus gerannt, um Kinder, alte Leute und Kranke zu retten. Sie haben eine kranke Person, die im Bett lag, und drei Kinder der Familie Disch, die im Haus eingesperrt waren, gerettet. Wären sie nicht schnell gewesen, wären diese vier Personen verloren gewesen. Für die Rettung anderer Sachen hatten die Männer keine Zeit. (siehe: Acta Capitularia ac simul Chronica Monasterii Desertinensis, Tomus III, p. 167)

Das Jahr 1836 war allgemein ein schlechtes Jahr mit viel Elend und man kann sich etwa vorstellen, wie die armen Leute leiden mussten, denn es gab noch keine Versicherungen oder andere soziale Einrichtungen. Doch der Vorstand des Kreises Disentis hat sofort einen Hilferuf veröffentlicht. Dieser hatte grosse Wirkung. Dieses handschriftliche Dokument ist sehr interessant und folgt hier:

Disentis, den 19. Oktober 1836
Jedem Bewohner unseres Kreises ist zu Ohren gekommen, welch grosses und schreckliches Schicksal den Bewohnern von Mumpé Medel zugestossen ist. Sieben Häuser und neun Ställe mit einer grossen Ernte für Tier und Mensch sind in Staub und Asche verwandelt worden.  Die meisten betroffenen Familien sind arm und somit von ihrem gesamten Nahrungsmittelvorrat beraubt worden: das Vieh, die Früchte des Bodens, nämlich die Kartoffeln, die gerade unter Dach gebracht wurden. Auch Möbel und Werkzeuge, die normalerweise in einem Haushalt untergebracht sind, wurden Opfer der Flammen und die Bewohner haben alles verloren, ausser diejenigen Sachen, die sie zum Zeitpunkt auf sich selber trugen. Diese armen und unglücklichen Leute haben sich an den löblichen Gemeindevorstand gewendet mit der Bitte, er möge ihnen helfen. Der löbliche Gemeindevorstand hat über das traurige Schicksal und die hoffnungslose Situation der Betroffenen nachgedacht. Der Vorstand hat zudem einsehen müssen, dass es eine heilige Pflicht ist, mit allen Kräften den Opfern zu helfen, ja, dass sogar unsere Religion uns dazu verpflichtet und uns auch die Natur diese Pflicht „in den Hals gesetzt hat“.  Der löbliche Vorstand hat beschlossen, den Schaden genau zu untersuchen und ist zum Schluss gekommen, dass sich dieser auf 16 460 Gulden beläuft, ich schreibe sechzehntausendvierhundertsechzig. Um also diese Unglücklichen zu trösten, aber auch seiner Pflicht nachzukommen, hat der löbliche Vorstand für gut befunden, die anderen Gemeinden zu fragen, ob es ihnen gefalle, die ganze Kreissteuer, oder auch nur einen Teil davon, den Opfern zukommen zu lassen oder ob sie auch einen anderen Betrag aus der Gemeindekasse beitragen wollen.

Auch wenn der löbliche Vorstand  die anderen Gemeinden um Hilfe bittet, will er sehnlichst nicht unterlassen, die Opfer dem Wohlwollen eines jedem zu empfehlen, ob reich oder arm, jeder nach seinen Kräften. Es handelt sich hier nicht um gewöhnliche Bedürfnisse und es geht nicht um Almosen, die leider durch Unfug mehr dort für Gewinn sorgen, wo schon Gewinn vorhanden ist. Sondern es handelt sich hier um richtige Unglückliche, um fleissig arbeitende Familien, die bis heute durch ihren Schweiss sich selber ernährt haben und die auch nicht sparsam gewesen wären, wenn das Unglück andere betroffen hätte. – So habt Erbarmen mit ihnen und gebt ihnen was euch am nächsten liegt. Alles ist für sie nützlich und brauchbar. So leistet ein grossartiges Werk der Barmherzigkeit und euer Lohn wird vor dem Gott-Vater der Barmherzigkeit gross ein, welcher sagt: was ihr meinen Armen getan habt, habt ihr für mich getan. Nutzt diese Gelegenheit, sodass am Tag des jüngsten Gerichtes euch nicht gesagt wird: ich war nackt, ihr ihr habt mich nicht gekleidet, ich hatte Hunger und ihr habt mir nichts zu Essen gegeben. Geht von mir fort, denn ich kenne euch nicht.

Für die Kommission des löblichen Gemeindevorstandes
Gion Michel Flury
Amtlicher Schreiber

Zusammenfassung:

Auch wenn der Aufruf grossen Anklang fand, konnte die Summe von 16000 (Wert 1936: 38’000 Franken) Gulden nicht zusammengebracht werden. Immerhin war der gesammelte Betrag eine grosse Erleichterung. Spenden kamen von überall her, vor allem die einheimischen Söldner spendeten grosse Summen. Aufsehen sorgte ein Artikel in der Zeitung Grischun Romontsch, der vor allem die Spenden der Reformierten hervorhob. Die Zeitung vergass nämlich, die Beiträge der angrenzenden, katholischen Gemeinden der Cadi hinzuzurechnen. Diese Beiträge waren recht gross und so musste der Artikel um den Religionsfrieden willen korrigiert werden.

Das Dorf Mumpé Medel wurde an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Die Bewohner holten das Bauholz aus dem Wald von Clavadials/Fontauna, damals „eines der schönsten Wälder der Gemeinde Disentis“. Das Holz bekamen sie umsonst.

G. Tenner 

Mulins e rodas-mulin ella Cadi: Mustér

Annalas dalla Societad Retoromontscha, annada 96, 1984, p.104-139 da Paul Tomaschett e Tobias Deflorin

Segnas

nua che la cultura da garnezi e glin ei stada flurenta, ha giu inagada mulins e falluns da bien num. Sisum il vitg sper la via da Peisel habitava Giachen Muoth, maridaus cun ina Franzosa, ina casa veglia cun mulin e fallun che mavan cun rod’aulta. Cheu haveva siu antenat Gion Giachen Bistgaun Muoth (1820—1892) gia fatg il muliner. In liung pluschein tschaffava l’aua in pulit toc sur la punt. Muliner Muoth mulava segal, dumiec e salin, pisava glin e struclava semglin. Igl unviern 1904/05 ei il baghetg barschaus giu. Casa, mulin e fallun ein vegni reconstrui. Suenter la mort da Giachen Muoth ha Benedetg Jacomet da Mompé-Tujetsch cumprau casa e cundrez. Siu fegl Benedetg ha fatg ir il menaschi entochen 1974. Lu eisi vegniu quiet cun rodas e molas e pisuns. Oz ei la «Casa Mulin» baghegiada ora per habitar.

In secund e fetg semegliont indrez da mulin e fallun era situaus ver 300 meters plinengiu. Ins scheva semplamein Mulin Huonder ed a siu patrun Gion Antoni da Mulin. Entuorn ils 1920, cura che Giusep Flepp ha acquistau la casa culs indrezs, ein mulin e fallun semidai en clavau e habitaziun. Cul temps ei Gion Deflorin-Maissen daventaus proprietari. Il zercladur 1982 ha il fiug deplorablamein destruiu igl entir baghetg. — Ha il muliner Gion Fidel Deragisch (1826) fatg ir in ulteriur mulin a Segnas ni il predecessur dil mulin Huonder? E tgei mulin ella Val resp. Ravera da Segnas gudeva Toni Stiefenhofer ils 1844/45?

La resgia veglia da Segnas, enconuschenta sut il num Resgia Desax, menada d’ina roda gronda occupava ina foppa vi davos l’actuala sechentera da carn. Daventada l’unfrenda d’in incendi ils 1974 eis ella vegnida remplazzada d’in cundrez modern, oz proprietad da Placi Flury. La cascharia che parteva in baghetg cul fuorn da vischins ha, aschilunsch ch’ins po seregurdar, buca giu roda d’aua. Dalla fravia veglia, stada aunc el 19avel tschentaner el plaunterren dalla sechentera Sialm, ein restai ils fastitgs d’in dutg che menava el vegl indrez.

Val da Cuoz

Quater generaziuns dalla famiglia Schnoz, propi glieud cun talent per industria e commerci, han menau ella Val da Cuoz sut Segnas ina fatschenta enconuschenta lunsch entuorn. Ella cumpigliava mulin e fallun, il luvratori da scrinaria ed entochen 1908 aunc ina scarsinaria leutier. Era la resgia muncava buc; ella pudess eventualmein datar dils 1864. Gliez onn ha la vischnaunca numnadamein lubiu a Gion Fidel Deragisch da baghegiar ina resgia si Segnas u Cuoz.

Quei spazi era buc il liug da cauma pil dutg dalla val. Il muliner Gion Giusep Schnoz (1825—1886) po aunc haver manischau el mulin, fallun, pella e torchel, baghetgs che sesanflavan pli da vegl in tschancunet plinensi che la scrinaria dad oz. Pader Karl Hager relata d’in fallun fetg primitiv, installaus all’entschatta dil 19avel tschentaner forsa. Pusseivel che Sep Mattias Monn da Buretsch ei staus da quei temps muliner ella Val da Cuoz.

Ins mava si respectiv giu Val da Cuoz per moler e fullar, mo era per far pinar uaffens ed iseglia. Ultra da quei vegneva era fatg cheu il ruder e vischler. Propi in center da sentupada e scomi da meinis per glieud vegnida d’ensi e d’engiu. E las rodas aultas survevan incuntin la varionta mecanica. Anno 1918 ha meister Schnoz drizzau en ina turbina ed era provediu il vitg da Segnas cun forza electrica. La stad 1933 ha il fiug destruiu la gronda part dils baghetgs. Allura han ils frars Schnoz baghegiau lur resgia nova a Plaundadiras sper il stradun, ina fatschenta da lenna che flurescha ad in flurir. Sil sulom dalla veglia casa paterna ella Val da Cuoz sesaulza ina casa da duas habitaziuns cun in luvratori che ha denton catschau il mulin a cantun.

Funs

Il Rein d’Acletta che s’unescha sur la lingia dalla viafler dalla Furca-Alpsu cugl Ual da Clavaniev ha furniu dapi tschentaners daried aua pils menaschis da Funs, Gonda e Raveras. La scheina da Funs cun s. Catrina, la zun venerada patruna dils muliners, ei in oreifer punct da partenza per visitar ils menaschis d’aua da Mustér. Il matg 1864 ha la vischnaunca lubiu a dr. Condrau da baghiar ina resgia si Funs sur la punt nova, pia leu nua che la via d’Acletta banduna oz il stradun.

Culs onns ei la resgia ida a divers possessurs ed affittaders: ils frars Vincenz da Sontget, major Francestg Antoni e capitani Felix, Sep Antoni Huonder ed auters. Ins resgiava per sesez e pils vischins dil contuorn. Ils 1890 circa ha Cristian Schmed (†1917) da Peisel — staus enzacons onns resgiader tiels Maissens a Rabius acquistau il baghetg ord ils mauns da Felix Vincenz e segirau la cuntinuitad per duas generaziuns. Giochen Schmed (naschius 1903) ha surpriu la resgia cun 17 onns e resgiau sco in carschiu, e quei per ina taxa d’aua da 10 francs per onn alla vischnaunca. Igl indrez era fetg resistents, reparaturas deva ei per aschidadir mai. La rod’aulta che haveva in diameter da treis meters ha teniu la dira entochen anno 1938, igl onn ch’ella ha renunziau en favur dall’electricitad. Da 1942 entochen 1965 ha Battesta Deragisch, fegl dil renomau resgiader e muliner claustral, fatg dalla primavera agl atun il resgiader tiels Schmeds. Ei tuccava per temps da resgiar di e notg, cunzun cura ch’ins ha eregiu las punts piarsas per la nova Punt Russein. Battesta, igl enconuschent salter da cumin, era occupaus el negozi da lenna e segidava cul frar vegl che ha surviu alla vischnaunca sco bostger communal 1933–1971.

Vi la Resgia vegneva era fatg glatscha cura ch’igl ault digl unviern arrivava cun ferdaglia recenta. Els onns 1925/30 per exempel mava vieua Schmed sezza da mesanotg vi la Resgia, derscheva o aua sul glatsch per carschentar il sbugliadetsch. Ses fegls furnevan glatscha als hotels da Mustér ed al deposit dalla brassaria el tschaler dil hotel Rätia, anteriuramein possess da Gion Michel Flury a Sontget. La via nova d’Acletta e l’avertura dallas pendicularas han fatg fin cun resgia e regress dils Schmeds sper igl Ual da Funs. Cheu han las rivas dil Rein d’Acletta midau radicalmein aspect ed ambient.

Mustér-Gonda

Silla riva dretga dil Rein d’Acletta resortevan — avon la spazzada succedida 1978 — la resgia, il mulin e fallun dalla claustra. Tgi che ha legiu attentamein las paginas dedicadas al svilup dils indrezs da moler ella Cadi, sa ch’il niev mulin abbazial ha entschiet a funcziunar en quei liug cuort suenter ils 1750 e che sia famusa roda verticala ha muntau in grond progress per gliez temps. Mo era il baghetg niev ha giu da sbatter culs malarts dil destin. Las auas grondas dils 1762 ein vegnidas cun l’emprema scultschanada. Per far las reparaturas ha igl avat stuiu recuorer a meisters jasters.

Buca per pura casualitad ein mulin e resgia mitschai dil barschament da 1799. Quei ei stau il meret dil malizius muliner Sep Antoni Berther, bein en mongia culs Franzos che eran buca pauc dependents dil muliner e da sia frina. L’invasiun franzosa e sias consequenzas ein stadas diras per la claustra. Ei muncava persunal e resursas. Ils paders eran perquei bi leds da mintga entrada, buc il davos dil mudest profit ch’els targevan da lur mulin e resgia a Trun ed a Mustér. Ina notizia digl onn 1813 paleisa ch’els schavan a tscheins lur mulin e fallun on Gonda.

Il vegl cumplex claustral sper il Rein d’Acletta cumpigliava atgnamein quater baghetgs: resgia e casa-mulin, clavau e fallun. Sut la lingia dalla viafier havevan ins fatg in uor per retener igl ual e menar in dètg tschallat aua sillas canals dalla resgia. Ina litografia dils anno 1840 muossa quei baghetg allungau che stauscha engiuviars viers la grunda dalla casa-mulin, lu la suletta casa crap da Gonda, ina construcziun massiva culs indrezs da moler el plaunterren e la mudesta avdonza (combra) dil muliner-resgiader suren. L’entrada menava silla vart dalla via en in spazius local cun dus mulins, da vart seniastra il mulin grond e da vart dretga il mulin pign. Ins saveva schar ir mo in u omisdus enina.

Anno 1884 — igl orsal steva sil treitetg e sin in quader el fallun — ha la casa-mulin survegniu ina nova e pli tschécca cumparsa. Il maletg ch’in fotograf ha fatg ils 10 d’uost 1891 fa ver la midada. La scheina da Gonda ei carschida. La resgia ha survegniu tetg dir; las rasenas da buoras ed aissas schain sut suostas. E la casa-mulin, alzada per in plaun resp. habitaziun, ha ina fatschada plascheivla. Flurs bein tarschinadas teidlan il sulegl sil parsiel dallas finiastras.

Resgia e mulin havevan ina rod’aulta da 4.50 resp. 3.50 meters diameter; quella dil mulin ei adina stada egl intern. Cul temps ei ina revisiun s’annunziada. Anno 1938 han motors electrics remplazzau la tracziun hidraulica. Al mulin suandavan clavau ed in fallun cun roda zanistrera (damaneivel 2 meters diameter) e tschun pisuns, dus per smaccar glin e treis per far o giutta.

Anno 1977/78 ha la claustra fatg on Gonda ina midada radicala che ha pretendiu considerablas investiziuns. Dalla veglia casa-mulin eisi restau mo ils quater mirs integrai el niev baghetg da habitar. Il vegl gartet da fler battiu staus sur l’entrada dil mulin ornescha uss il culmar dalla fatschada che dat encunter sera. — Igl areal dalla resgia ei semidaus en in curtgin, il fallun ei daventaus garascha. Il president da vischnaunca ha spindrau la roda-fallun ed autra tocca valeivla dalla decadenza segira.

Aschia semidan ils edifecis sco ils temps e la glieud. Mo paucs vischins pon s’imaginar ch’igl ei buc adina stau lev pils locataris da tractar culs zun differents paders statalters e viceversa. E tgi seregorda aunc dil salter da cumin Leci Ursicin Monn (1833—1920), staus duront decennis muliner e resgiader claustral, ni da Placi Desax, siu successur ils onns dall’emprema uiara?

En pli frestga memoria semantegn la famiglia Deragisch che ha luvrau onns ora a Gonda ton per la claustra sco pil vischinadi: Sep Antoni Deragisch, siu fegl Johann (1891—1977) cul frar ledi Josef ed ils fegls da Johann, en special Felix ch’ei staus il pli davos muliner e resgiader (entochen ca. 1975/76). Ins sa resdar ch’il Johann Deragisch, in famus catschadur, pescadur e trochist, senezegiava aunc cun 70 onns dallas pausas el stan da tir da Fontanivas per dar ballapei culla squadra bizara da fegls e biadis ed amitgs tiradurs. Ei descha da francar en quest liug il num da sia consorta, l’aspra e nunstunclenteivla Luisia (†1975); ella dumignava buca mo la gronda truscha en mulin e fallun, mobein preparava il gras muntaniala e restigiava bia auter cura che ses umens mavan cun pissiun a catscha aulta e bassa.

Il mulin dalla claustra fuva denton mo igl emprem rin ella fila dils varionts cundrezs hidraulics situai denter dils straduns dall’Alpsu e dil Lucmagn. Tgei grondiusa scuvretga sch’ins havess saviu registrar avon tschien onns en tun e maletg il scadenar e barhar allas rivas dil Rein da Acletta! Quei havess dau in film documentar da nui, propi ina documentaziun che pudess entusiasmar ils admiraturs da tradiziuns popularas, ils hosps da vacanzas e forsa schizun enqual indigen (!). Tgei deletg da contemplar co l’aua seschlueta tras dutgs e canals e croda tschallatond els cups u palas dallas rodas! E con captivont ei fuss da tedlar ils umens che dattan agra e resgian, che marclan e dolan, ni da cumpignar las masseras che molan e fuolan la materia necessaria per viver e sevestgir!

Gest sur la punt da Gonda, la punt dalla via vedra che mava viers S. Gada, in pass sut il stellischein dil fallun claustral steva il menaschi da Placi Desax (morts 1954 cun 93 onns). Quei ‘industrial’ dil vitg possedeva leu scrinaria, scarsinaria e tenscharia sut il medem tetg. Pli da vegl ei la fatschenta stada els mauns da Gislers, forsa parents cun quels da Sedrun-Salins. Quella scarsinaria mecanica sto esser stada ina gronda novaziun entuorn ils 1850. Il famus schumber cun guottas da fier per sluccar la launa avon che filar ha remplazzau ils scarsins generalmein en diever avon. Ver tschien onns ha la rod’aulta tratg ils grevs cilinders (entochen 1947); dapi lu paussa ella bein schit el zuppau laschond la dira fadigia alla forza electrica.

Placi Desax era scrinari da professiun e s’empatschava silpli en cass da reparaturas dalla scarsinaria, nua che sia dunna ed in pèr gidontras devan damogn cul scarsinar e tenscher. Anno 1945 han il fegl Battesta e sia dunna Claudia, naschida Hossmann, ughegiau da surprender la scarsinaria. Aunc sco vieua ed els 80 ha la scarsinunza da Gonda teniu la dira e pudiu transmetter al beadi Roland de Sax buca mo las cumprovadas maschinas, mobein era il dun e tschaffen da tarschinar launas. E pilver! Il giuven vegnius si dalla Bassa ei cun cor e maun vid sia caussa creond colurs admirablas cun scorsas e feglia e jarvas.

Las industrias sut la Punt da Gonda stavan cun ina suletta excepziun silla riva seniastra dil Rein d’Acletta. Parallelmein cun quella flessegiava in dètg dutg mulinanc, en canals u bischels gest sco ei fageva da basegns. Sut la Punt da Gonda, pli precis fass ei da dir giun Ruosna, havevan Toni Manetsch e pli tard ses fegls Hans e Lucas in variont cumplex: resgia e scrinaria, mulin e fallun. Las duas u forsa treis rodas d’aua han calau da girar ils anno 1905. Quei onn ha Toni Manetsch (1864—1916), in mistergner plein ideas e gronda iniziativa leutier, installau ina turbina che ha furniu forza electrica al vitg da Mustér ed allas maschinas dalla Stampa Romontscha. La lingia d’aua ei aunc restada per decennis ed era il lennam emplunaus u rasenaus entuorn entuorn, gie schizun da tschei maun digl ual.

Il mulin sesanflava en sia casa, giu suten. L’aua entrava en bischels, ditg e liung per la roda, silsuenter per muentar la turbina. Il fallun ha stuiu far plaz sil pli tard anno 1905 als indrezs dalla forza electrica. Quei onn ha Curdin Flepp numnadamein vendiu siu sulom dil fallun a Toni Manetsch, al qual igl ei restau mo in bien decenni per sededicar a sias occupaziuns tecnicas. 1949 vendan ils frars Hans e Lucas la resgia a gerau Placi Desax junior. Ella ei aunc oz en funcziun silla Cuppa ella scrinaria dils frars Johann e Victor Maissen. El medem temps vegn era la turbina demontada ed il mulin electrificaus. El stat eri 1976 — Lucas ha serrau la retscha dils muliners — ed anfla allura in niev suttetg a Sumvitg ella Val Mulinaun. La «Casa fallun» vegli regurdar il viandont che passa si e giu alias modas primitivas da luvrar ed alias novaziuns fatgas dapi l’entschatta da nies tschentaner.

Pauc plinengiu secattava la schinumnada resgia dils Frys. Battesta Fry (1856—1950) ha mess si leu anno 1900 per dr. Conradin Hess ina resgia cun scrinaria vitier e priu si tut per tscheins. La roda gronda da palas, bunamein quater meters aulta, ha prestau buns survetschs entochen alla entschatta dalla secunda uiara mundiala. Giusep Fry (1889) ei passaus anno 1919 els fastitgs da siu bab ed ha teniu stendiu per quater decennis. El ha raquintau ch’el resgiavi ils emprems onns per sis centims il meter current e stuevi dar giu la mesadad e tut ils curdems leutier agl affittant dr. Hess. Giusep Beeli da Medel ha cumprau quella resgia ils 1959.

Mustér-Raveras

Sur la Punt dil Lucmagn stavan dus indrezs: il luvratori da ruder da Placi Rudolf (pli enconuschents sco Placi «gerber») e la scrinaria da Battesta Werth, transformada pli tard en in deposit da bubrondas. Omisdus menaschis havevan aunc tschécca muntada avon 30, 40 onns; els duvravan ina roda d’aua da cuminonza. Ton sco nuot dat pli perdetga da lur existenza d’inagada.

Ei vonza aunc il quartier sut la Punt da Raveras. In tunnel baghegiaus parallelmein cugl ual menava la mulinanca sutora e surdava ella allas liungas canals dil mulin e fallun da Giachen Venzin-Maissen situaus sut la scrinaria da Placi Flepp. Umens naschi entuorn ils 1900 seregordan aunc fetg bein ch’els mavan da buob a pei blut da quella misteriusa gallaria enasi entochen si tier la roda d’aua communabla dil Rudolf e Werth. La tradiziun dils Venzins para d’esser dètg veglia. Giachen Tumaisch (1822—1858) ei mo in ella retscha da lur era mulinera sut la punt. La generaziun precedenta ei representada da Bistgaun Andriuet naschius 1794. En nies tschentaner han Giachen Venzin, sia consorta Onna Maria e lur 11 affons, oravontut il Bernard (1904—1983), dau veta e valeta al mulin da Raveras. Il fallun ha stuiu ceder gia ils anno 30. Igl onn 1980 han ins renovau la casa, ed allura ei era il mulin vegnius dismess. Sut il mulin Venzin era la mazlaria Gadola. Guglielm pign, il bab digl enconuschent scribent popular dil medem num, duvrava ina roda zanistrera per alzar si tiers gronds e per trer ina maschina da manizzar carn.

Giudem Raveras, cuort avon ch’il dutg dallas fatschentas menziunadas sbucchi el vau digl ual, steva ina sempla roda d’aua sut ina suosta. Da cheu naven tunscheva ina suga da varga 70 meters si ella fravia veglia da Ernst e fegl Fidel Huonder. Cun agid d’ina transmissiun targeva quei cabel il fol ed ina maschina da furar metal. Quei zun patent sistem era semeglionts agl indrez dalla fravia d’Arnold Giger a Schnaus. Ils 1924/25 ei succediu la midada dalla roda d’aua al motor, mo quel ha buca luvrau biars onns. Entuorn ils 1930 gia ha Gion Lutz aquistau il baghetg sil cunfin Raveras/Vitg e transformau el en ina habitaziun. Il giuven fravi Battesta Bundi ha cumprau igl inventari e priu si il luvratori per cuort temps, vul dir entochen ch’el ha giu baghegiau igl onn 1932 sia fravia nova a Catins sper la via dil Lucmagn.

La riva dretga oragiu Raveras ei stada habitada el tschentaner vargau e forsa gia avon. Catan Huonder (1845-1926) duei haver baghegiau avon tschien onns circa ina scrinaria visavi il mulin Venzin. Quella u in semegliont indrez haveva roda d’aua. La vischnaunca ha protestau e fatg spazzar il baghetg che scrinari e catschadur Huonder haveva sco ei para construiu senza lubientscha. Mo quel ha priu in rutinau advocat ed ei sedefendius cun bravura gudignond in process che ha custau per lezs onns ina considerabla summa alla cassa communala.

Mustér-Vitg

Igl ei uras da schar serpegiar igl ual vinavon, staunchels ch’el ei dad ir per dutgs e sur rodas e probabel bi leds da prest puder embratschar siu cumpogn il Rein grond oragiu Brulf. Mo dils indrezs mecanics da Mustér eisi aunc per bia buca detg tut. Gion Antoni Rudolf (1789—1879) ei staus gerber sco era siu fegl Gion Gieri Fidel (1821—1907). In dils falluns da Gonda u Raveras era per franc stgis da manizzar las scorsas per la gerba (forsa buca la suletta) plazzada sper l’actuala Stampa Romontscha. Leu pudevan ins dil reminent udir bein il batter e marclar dil fravi el local che ha dau suttetg alla stampa veglia, quella da 1857, e pli tard alla «Dépendance» dil hotel dalla Cruna. Dus umens silmeins veglien en quest liug regurdar alla razza fermezia dils fravis da fier e d’irom, da crotschas e da cavals: Placi Antoni Flepp da Raveras (1811—1855) pil temps vegl e Battesta Bundi-Zazzi da Cattins (1896—1982) per la midada dalla tradiziun alla tecnica.

Ei vala la peina da sefermar aunc in cuort mument el Vitg. Il fevrer 1868 ein in tozzel purs sedecidi da purtar il latg en ina cascharia communabla. La claustra, sezza il grond pursanavel, ha mess a disposiziun il baghetg, la panaglia e schizun igl agen signun. Sto esser che l’innovaziun ha prest pigliau ragischs; pertgei in onn pli tard han ins giavischau che la claustra installeschi in indrez da trer panaglia cun l’aua sincerond ch’ella hagi en quei cass ni da furnir lenna ni da pagar pustretsch. Ei vegneva caschau da calonda mars entochen calonda matg, onns tardivs ina u duas jamnas pli ditg. Professer Placi Condrau, tut incantaus dil progress economic da Vitg ed uclauns, scriva en ina Gasetta romontscha da quei temps che Mustér possedeva 8 muliners, 5 fravis, 3 cuntschacurom, 4 colorists (ferbers), 7 signuns e secapescha aunc biars auters mistergners.

Il lectur po forsa sedumandar sche Mumpé Medel possedeva pli baul agen mulin e resgia. Ils cundrezs novs dateschan da 1934 e van cun current electric. Avon stuevan ils purs dall’ucliva bardigliar graun e glin a Mustér, da preferenza el mulin dalla claustra sper la via vedra. Mumpé haveva strebel aua pil tenercasa nundir per in mulin. Las femnas havevan bia gadas buc autras letgas che dad ir da Ragisch enagiu e tochen Rein per lavar resti, in stuffi toccun per descender e per turnar aunc bia mender.

Cavardiras e Caprau

mavan a moler e fullar a Mulinets sur la via vedra sin la pastira denter ils dus vischinadis. In mulin e fallun ein i entochen 1912. Ei era plirs baghetgs. In u l’auter ein stai proprietad da Gion Francestg e Placi Monn. Quei eran mistergners cun dètg vastas enconuschientschas. Els capevan era da luvrar ora lenn, cunzun il Placi vischler. Da temps en temps mavan els cun cargas bellezia rauba da lenn dalla Val Medel enasi, sul Lucmagn e Munt Schiember per vender lur mercanzia giu ellas vals ambrosianas. Anno 12 ha Toni Manetsch, il rufinau tecnicher ch’il lectur enconuscha dils indrezs da Mustér-Gonda, cumprau il mulin dils Monns ora Mulinets e leutier forsa era il fallun respectiv siu sulom. El ha demontau e schubergiau la tocca sperond da furnir ella per in’exposiziun. Ins astga supponer ch’ei setractava cheu da mulins bass, pia d’indrezs cun roda horizontala alla moda veglia. Tut surura ein ils plans dil Manetsch vegni tschuncanai. E las tegiettas da Mulinets, sbluttadas e spossadas sil peter pis, han buca giu autras letgas che smarschir. Ils descendents da Toni Manetsch san aunc relatar ch’el hagi allura cediu ils suloms o Mulinets alla vischnaunca e survegniu da quella encomi silla riva dretga on Gonda la medema mesira pastira numnada dapi lu «Vi l’America».

Disla

A Sum Disla dado la caplutta da s. Leci nescha in dutg. Quella fontauna dils Huns, respectiv fontauna freida da s. Leci ei senza dubi stada da gronda muntada per plazzar l’emprema culegna ella foppa tumpriva. El plaunterren dalla casa sper il sanctuari (stau casa Caduff, oz en possess da Walter Maissen) possedeva la claustra ina fravia cun roda d’aua pil fol. Igl indrez regorda buca pauc als cavals da sauma ed als vitturins dalla via veglia sursilvana. La fravia vegn menziunada anno 1801. Ei pudess setractar dil vegl indrez. 1813 dat la claustra a tscheins sia fravia nova giu Disla. Entuorn ils 1820 regia cheu il fravi tiroles Josef Schatz che ha fabricau pliras sprezzas da fiug per las vischnauncas dalla Cadi. Forsa ein Placi Fidel Bigliel (1790—1856) e Pieder Antoni Valier (1815—1884) stai ses successurs.

Disla haveva avon 150 onns bia dapli terren e habitonts che ozildi. Mulins, fallun ed auters indrezs survevan als agens basegns. Las auas grondas da 1834 e da 1868 han raffau naven bia funs fritgeivel e clavaus situai giu el plaun sper il Rein. Protocols da hipotecas muossan che Leci Steri possedeva gia ils 1795 in mulin a Disla e che ses descendents havevan leutier in fallun ils 1838/42. Emprema menziun pli concreta mereta il mulin pign. El ei staus in vegl mulin da dretgs, els mauns dallas famiglias Manetsch, Berther, Bundi ed autras. Il dutg sgurghigliava dils praus giuadora viers Disla Sut, prendeva in pulit catsch e mava sut il mulin en stuschond las palas dalla roda zanistrera. Las molas pusan aunc el baghetg scardaliu che stat cheu tut paupers e schenaus.

Sut il mulin pign muentava ina roda gronda la resgia da Lucas Monn. El plaunterren annex havevan ils vischins da Disla endrizzau in fallun da dretgs cun pella e roda zanistrera. Il torchel d’ieli semglin stava ella casa da scola ed era anno 1916 en tutta cass stgis da satisfar als basegns dils vischins. Il mulin ault sut il rieven ei staus inagada en possess dallas famiglias Manetsch e Placi Bigliel. Pli tard eis el ius tras ierta a Pieder Beer; siu fegl Giusep, il davos muliner da Disla, po haver mulau entochen 1955; allura eis el setratgs ella Bassa. Il cundrez ei restaus pulit intacts, mo la roda ruissa dils onns ei buca pli. Ella casa-mulin habitescha glieud d’ordeifer. Ed il dutg, tscheu e leu mess sut tiara, rocla da quei trestet dalla plaunca giu e sepiarda el letg dil Rein. Ual sut il fallun, denton silla riva dretga dil dutg, ei aunc semantenida la casetta che ha dau albiert alla renomada ferbra. Pader Placi a Spescha ha annunziau l’installaziun da quei indrez en sias notizias d’anno 1815. Gliez onn ha Giachen Antoni Berther-Caduff, oriunds da Danis, daveras aviert la tenscharia che ha rendiu duront quater generaziuns buns survetschs alla populaziun dalla Cadi e d’ordeifer. Francestg Berther-Sialm (1799—1870), siu fegl Conradin Giusep Berther-Manetsch (1825-1881) ed il biadi Aluis Francestg (1864-1945) e sia consorta Maria Tresa Monn han fatg tutta honur al ferber fundatur.

La tenscharia, atgnamein pli enconuschenta sut il num «ferba da Disla», era endrizzada el plaunterren dalla casetta allegada. Suren habitavan ils tenschateilas da tschels onns, silmeins entochen 1846, igl onn ch’ils Berthers han baghegiau la casa dubla el prau encunter sera. La ferbra haveva ina roda d’aua zanistrera ch’ins duvrava per diversas lavurs. Eran resgia e fallun sisura en moviment, haveva il dutg breigias da reprender il catsch necessari per far ir la roda dalla tenscharia. Duront periodas schetgas tschessava la fontauna da s. Leci. Mo ils Berthers seschavan nuota metter en perfetg. Els mavan silla Val Sogn Placi dadens Faltscharidas, bettevan il torrent d’ina vart, e pren mira, dus dis pli tard haveva Disla aua detgavunda.

Ils ferbers havevan viaden egl atun ed unviern pil solit lavur da strusch puder dar damogn. Giu da Mustér vegneva la buobanaglia magari suenter scola cun zuolas teila sin scarsola. A pei e sin menadiras arrivavan cargas launa, carpun e cadisch per schar colurar. La primavera purtavan las tissunzas buordis teilas tessidas in unviern ora. Ils Berthers devan colur tenor giavisch e talien, e quei per in prezi mudest. Mintga battegl era marcaus cun la noda-casa dil possessur; ils ferbers enconuschevan segns e clients ordadora.

Ils davos tenschiders, il Luis Berther «ferber» e Gion Antoni Levy (1873—1952), han teniu la dira entochen 1943; mo lu ei la ferbra ida en. Ina part dils indrezs ed Utensils da fullar e colurar han priu la via per Basilea nua ch’els ruaussan el Museum d’etnografia e tradiziuns popularas. Empau tocca po aunc esser starschada tscheu u leu. Tgi che s’interessescha per la sort e funcziun dalla ferbaria da Disla, legi la lavur da patenta che la scolasta Anita Bisquolm da Madernal ha dedicau a quella interpresa svanida.

Vonzei ein ils locals dalla ferbra semidai en in luvratori da crappa scalegl e serpentin. Curdin Berther, fegl dil davos ferber, Gion Antoni Levy cun siu fegl Giusep ed auters han sviluppau in’industria che ha fluriu buca mal in tschuppel onns.

Madernal

dadens la siara da Travaulta, possedeva o la Val Russein — o Mulin sco ils cussadents dall’ucliva dian aunc oz — in sempel indrez dil qual mo las ruinas ein pli veseivlas. In cuort pluschein menava l’aua sutora e muentava la roda da palas zanistrera. Ch’il mulinet da Madernal ei era staus fetg d’engrau als purs da Perdomat, basegna negina explicaziun. Placi a Spescha sa resdar da duas resgias agl ur digl Ual da Barcuns, aschia numna il zun allert pader ils torrents da Cavrein e Russein reuni. L’ina era en Barcuns-Dadens, l’autra stava dado Madernal. Las auas grondas da 1764 han demoliu quella resgia e la magnifica punt crap sin l’aua che sparta la Sur- e la Sutsassiala.

Sontga Catrina a Mustér (1919)

(da P. Baseli Berther).

 

In tschancun enasisu igl uclaun de Funs, sper Mustér, stat ina pintga caplutta dedicada a s. Catrina d‘ Alexandria. Tut persula stat ella cheu sin pistira al pei dil Muntatsch. Ina bufatga via, avon che baghiar il stradun dell’Alpsu, via de bara per ils vischins d’Acletta, uneva ed unescha aunc ussa ils vitgets Acletta e Funs cun s. Gions, Mustér.

Leusi cuchegia giu curteseivlamein Acletta cun sia biala baselgia della Immaculata, baghiada dals Caputschins 1670, consecrada ils 12 de Fenadur 1672 da Uestg Duri de Mont. Ina caplutta pli veglia sto esser stada leu pli ensi, sut casa de Battesta Jacomet, sil plaz, ch’ ins numna aunc ussa „baselgia vedra“, nua ch’ils vischins sereduneschan mintgamai per regular fatschentas dil vischinadi.

Il cronist raquenta plinavon, che Uestg Gion VI Flugi hagi ils 24 d’ Uost 1643 „die Capell unser Frauen zu Acletta und die Capell St. Jacob zu Cuotz auf ein Tag gewichen.“ Forsa che quei datum sereferescha sin quella veglia caplutta, ne ch’ igl ei vegniu consecrau 1670 mo igl altar grond della presenta caplutta. Tgi sa?

Senza dubi ei il present altar grond vegnius erigius pli tard, sco las restanzas digl anteriur altar grond, che sesanflan aunc ussa si pil mir davos il present altar, laian presumar. Igl anteriur altar grond ei staus construius en stucco, semiglionts als dus auters altars laterals. — Cura ei il present altar grond vegnius fatgs,? Danunder vegn il magnific maletg de Nossadunna Immaculata? Tgi ei siu auctur?… Quei ei tut damondas, sin las qualas aunc negin ha dau entochen ussa ina suffnienta, positiva risposta. Plirs han empruau, mo adumbatten. Nuot auter che calculaziuns e hipotesas! Il meglier ed il principal ei denton, che Mustér ha la ventira de posseder quel, 1’excellenta bial’ovra de gronda valetta artistica. Ils perderts san encurir e studiar vinavon.

Vieifer la caplutta de s. Catrina, silla „Soliva“, steva pli daditg ina tuor della nobla familia de Sax — „turris antiquissima Nobilium de Sacco seu Sax“ — sco P. Maurus Venzin († 1746) raquenta. Senza dubi deriva il num „Sax“, ch’ il contuorn de leu port’ aunc ussa, da quella lamilia, da quella tuor. Sias ruinas formeschan ussa ina „muschna de vischins.“

Pli ad ault, dal maun de s. Catrina, sisum il Muntatsch, steva dad in temps era ina tuor, „arx Montacii“ (Hochberg), ussa in mantun crappa manedla, ferton che ins ha duvrau la biala de far si in nuegl. —Sic transit gloria mundi, — aschia svanescha la gloria dil mund!

Igl ual d’ Acletta ramurescha sper s. Catrina giu. El sa far temps de malauras gronda canera e vegnir magari empau garmadis e rabiaus, perquei dat in uor grad sut d’ entellir co el hagi de secontener en tals moments ed ir per siu ordinari vau. Empau mir ed ina buccada geina grad sut la caplutta sparta il prau dalla pistira, ferton ch’ ina leva pun de lenn meina vi sin tschei maun digl ual, nua ch’ ina via de menadiras per Acletta meina tiel stradun dapi 1863.

Tut isolada e bandunada stat la pintga caplutta de s. Catrina mirond sco tuttas baselgias de pli da vegl 

sueunter la damaun. Ina portetta, ina soleta fenestra da maun sut cun in gatter, in tetg de schlondas cun in pign clutger, che porta era buc in zenn grond, quei ei »glentir ornament exteriur de s. Catrina. Zenn e clutger ein tier quei da niev datum, forsa strusch 50 onns vegls. — Avon la davosa restauraziun della caplutta steva aunc maliau sulla porta : „Dieus il s. Bab.“ Tut che salidava s. Catrina mond speras vi ed era Dieus il s. Bab, silmeins ils pli pietus cun la biala oraziun: „Sogn Bab de tschiel empristei a mi vossa s. divina grazia, tras la quala quei ch’jeu fetschi oz daventi tut en vies sogn laud ed enten laud de nies car Segner Jesus Cristus. Amen.“ Aschia han ins raquintau a nus.

Denter las 15 baselgias ne capluttas sin territori de Mustér ei s. Catrina senza dubi la pli pintga. Tuts vitgs ed uclauns han lur baselgia ne caplutta, priu ora Clavaniev e Caprau. Ils de Faltscharidas dian: „Nus havein nies bien s. Placi“; ed ils de Buretsch tegnan cun s. Giachen. Perfin Peisel duei haver giu pli baul sia caplutta, che la lavina hagi manau naven ina gada. La statua de Nossadunna, che sesanflr silla curnisch ella baselgia de Segnas, derivi aunc da quella caplutta. Aschia raquenta la tradiziun. Avon enzaconts onns han ins anflau tier il cavar sulom ded in baghetg a Peisel in parlet d’ aua benedida de crap, che ha schau sminar, ch’ el podessi derivar da tala caplutta.

S. Catrina ei la pli pintga caplutta de Mustér, mo enzatgei tut aparti ha ella tonaton. Ferton che tuttas autras baselgias e capluttas de Mustér ein incorporadas u alla pleiv ne alla claustra, auda s. Catrina ad ina familia privata. Scriva ge ina „Agenda“ dils Caputschins, che han pastorau a Mustér da 1648-1818: „25 di Novembre S. Catarina. La chiesa di s. Catarina e di gius privato. Se invitano si va con Messa e predica, e la Messa vien pagata da chi la commanda.“ 

Signur e patron de s. Catrina ei presentamein Sgr. Pieder Durgiai de Mustér, sesents a Turitg, fegl de P. Anton Durgiai e Josefina Condrau. Gia biars dis ed onns auda quella caplutta alla familia Durgiai. Ei ha dau in temps, nua ch’ ins ha neghligiu empau s. Catrina e schau ir’ ella en decadenza. Negin leva propriamein seprender en per ella. La porta steva aviarta; ei era liber e lartg per tgi che leva. Femnas che vevan de manipular leu entuorn cun borlas, — ei dat ton cauld si cheu sper s. Catrina! — mettevan nunschenadamein lur products leu sut tetg e confidavan bugen dratgs e von tut a s. Catrina temps de notg e curch’ ei plueva. Liung temps ha in’ entira ala tetg cupidau sper il mir si entochen che Alois Simonet d’ Acletta ha priu puccau e fatg si ella. Enstagl bauns in pèr palauncs el tratsch, blut ils mirs cun il vut de s. Catrina.

Denton quei ei tut semidau. Denter ils anno 80 e 90 dil tschentaner vargau ei Josefina Condrau, maridada cun P. Anton Durgiai, seprid’ en cun tut cor e premura per s. Catrina. Ella ha schau renovar la caplutta internamein ed externamein; cementau en il planschiu, procurau per novs bauns, mess neu nova paramenta e tut quei, ch’ auda per celebrar decentamein la s. messa. Tut quellas caussas vegnan salvadas si en ina casa privata a Funs e statan en disposiziun a spirituals, che vulan celebrar a s. Catrina.

Il di de s. Catrina, ils 25 de November, vegneva ei per ordinari adina fatg fiasta a s. Catrina e lu perdanonza a Funs. Il bia serendeva il plevon de Mustér cun la s. messa el liug, ne ch’ era il caplon de Segnas ne in pader della claustra vegneva envidaus en leutier. Ei vegneva fatg aschi solemn sco pusseivel. Il P. Caputschin sco plevon a S. Gions clamava mintgamai giud scantschala la domengia avon ils 25 de Nov.: . . . „croda s. Catrina. Messa e priedi a sia baselgia“. E suenter alzar si cantavan las mattauns de Funs la veglia canzun de s. Catrina:

Sontga Catarina sabi spért, 

Ti petga de fermezia,

De duns, vertits floriu jert 

E spieghel de bellezia,

Ti defensiun de religiun.

De comportonza exempel 

De castiadat e sontgadat 

Dubel custeivel tempel.

Denton buc adina schi solemn; biars onns schavan ins era stgisar mo ina messa bassa, senza priedi, senza canzun. — 1902, ils 2 de Settember ei dunschala Lucrezia, feglia de P. Anton e Josefina Duigiai-Condrau, morta e satrada a Mustér. Cun quella caschun ha Josefina Condrau fatg si ina messa perpetna en sia caplutta de s. Catrina per la cara defuncta, che vegn mintgamai legida dal plevon de Mustér la fiasta de s. Catrina leu ils 25 de Nov. Da quei temps naven vegn il di de s. Catrina celebraus a Funs cun nova premura, nova devoziun. E la caplutta vegn tenida puspei en honur e s. Catrina venerada cun nova fidonza. Ha ei ge dau in temps, ch’ils vischins de Funs seredunavan temps de stad firaus e domengias a s. Catrina e recitavan vi tier sera ensemen il s. rosari.

Isolada, tut bandunada stat s. Catrina sper la pun al pei dil Muntatsch. Con ditg? Da cur’ enneu? Bugen havessen nus enderschiu tgei onn la caplutta de s. Catrina ei vegnida baghiada. Denton nua encurir? Vid la caplutta anflin ins negin onn. Ils cudischs vegls della pleiv de Mustér, enten ils quals ei pudess forsa esser stau entginas notizias da quellas varts, ein i alla malura tier il berschament dils Franzos. La familia Durgiai, 

alla quala la caplutta auda gia da liung temps enneu, scadin cassin per generaziuns, posseda negins documents. Nua sevolver? Forsa dat la tradiziun sclariment? Gleut veglia san raquintar savens sco in cudisch, ch’ igl ei in plischer de tedlar. Ed els raquentan bugen, cunzun cura ch’ els sentan, ch’ ins teidla cun interess. E grad per caussas daditg vargadas han els tut auter sentiment, tut autra pietat, che per caussas dil temps niev. Dasperas han els savens ina memoria aparti per quei de vegl.

Nus havein enconuschiu in um, che saveva numnar igl onn de naschientscha de mintga persuna de siu ualti grond vitg e tier biars aunc dar en il di. E tscheu e leu havein nus entupau frestgas matronas, che savevan dar exact sclariment della parentella de pliras generaziuns. Bia ga essan nus stai mal, che nus havein buca dau meglier adatg pli baul sin discuridas de persunas veglias, che raquintavan aschi bugen ed aschi bein de tuttas uisas ord il temps vegl, persunas ch’ eran dasperas strusch stadas a scola e che savevan beinduras gnanc scriver, denton raquintar oreifer, ch’ ei era in smervegl. Quei pertratg ha stimulau nus de serender inaga a Funs per domondar gleut veglia de leu notizias sur s. Catrina. La speronza sin in bien resultat vegn franc a remunerar la stenta. Detg e fatg!

Odem igl atun fuv’ ei, in suentermiezdi, ch’ ei smuschignav’ empau. Mond tras Funs catein nus cuninaga ina marcanta veglia fatscha, culla quorta pippa sin bucca, che cuchiava ord ina stretga fenestra. „Tgei, studieis l’aura?“ havein nus dumondau. „Havess aunc de far ton sco in tumpli risdiv ed in pèr stublas, mo oz ei de far nuot.“ — Enaquella vegn sia dunna ord casa en mondura de cavar truffels ed ei tut sesnuida vesend nus sut casa e fuss bugen turnada anavos, sch’ei fuss buca stau memia tard. Mo sforzadamein e tut schenada eis ella ida speras via. Remarcond nus denton, ch’ ins sappi tonaton buc ir a cavar truffels cun resti de firaus, ei la massera stada contenta, pli che contenta.

Nus dus havein continuau cull’aura. Vegnend lu plaun e plaun cun nos pertratgs pli ella bassa, havein nus encuretg de vegnir tier nies intent e havein fatg la damonda: „Saveis era cura la caplutta de s. Catrina enasi tscheu ei baghiada?“ — Spert survegnin nus la risposta anavos: „Quella ei adina stada!“ —„Mo, mo!“ E nus stuein sco haver tratg la schuiala sin quella prompta e franca risposta, e dabot vegn ei confirmau: „Ge, glez, quella ei adina stada!“ — „Buca mal,“ havein nus tertgau e domondein vinavon: „Haveis nuota scartiras cheu a Funs sur quella caplutta?“ „De miu saver buca.“ — „Tgi ei la pli veglia persuna cheu a Funs?“ — „Il Battesta vi leu, aber quel sa nuot; quel vegn ge si da Disla!“ — Prest havein nus encorschiu, ch’ei era de far nuot cun s. Catrina. Per ventira mava grad ina marcanzia stiarls speras ora e nus havein schau grad e grad giu nos „studis ecclesiastics“ e havein entschiet a raschunar cun special interess dellas fieras de Sebiastg e Ligiaun, nua ch’ il compogn sin fenestra era stupent de casa. El fuva ge staus pliras stads versau sterler de Maighels, enconuscheva bein ils marcadonts della Surselva e haveva compignau in u l’ auter pliras gadas en „tiara taliana“.

Malgrad nies fatal schliet resultat havein nus tonaton bandunau nies bien veteran cun engraziament. El haveva ge leventau buca mal il bien humor cun sia franca risposta: „Quella ei adina stada!“ — „Quel sa nuot, quel vegn ge si da Disla!“ — Adia!

S. Catrina, ch’ ei „adina stada“, havein nus manteniu ad interim en buna memoria. Il curios resultat sur sia entschatta ha stimulau nus aunc pli fetg per sia historia. Plaun e plaun eis ei era reussiu d’ anflar en ina veglia cronica entginas notizias sur la caplutta de s. Catrina. Nus schein suondar cheu igl essenzial.

Avon la familia Durgiai fuva ina familia Huonder en possess della caplutta de s. Catrina. La numnada cronica raquenta, ch’ ei fuvi stau gia da vegl enneu si Sarz (Sax) ina pintga caplutta en honur de s. Catrina, mo che seigi ida sutsura cul temps. Cheu ha lu 1704 in cert Str. Nicolaus Huonder, che habitava problamein a Funs, e ch’ era fetg rehs ed era staus gerau „des hleinen und grossen Raads“ a Mustér, schau baghiar sin particular giavisch de ses treis fegls Nicolaus, Martin e Josef sin siu quen quella caplutta per particulara devoziun tier s. Catrina d’ Alexandria. Mir, tetg etc. ha custau 124 renschs; quei ch’ auda tier igl altar, sco calisch, resti de far messa, candelors etc. ha custau 53 r. La statua de s. Catrina ha il sculptur Joannes Riz fatg, al qual Str. N. Huonder ha giu pagau per tagliar ora e sulerar, tier aunc ina tabla votiva a s. Gions, 31 r. 3 bz. L’ entira summa per la caplutta de s. Catrina seigi pia stada 208 renschs e 3 bazs.

1708, ils 30 d’Avrel han ins aranschau ina gronda processiun e compignau cun tutta devoziun la nova statua, „die verguldete Bildnuss der hl. Catharinae“, ord la baselgia parochiala de s. Gions si a s. Catrina, nua che P. Fioriano O. Cap., da lezzas uras plevon a Mustér, ha scadin cass teniu in edificont priedi sur s. Catrina. Cheutras seigi la devoziun tier s. Catrina, patruna dils students, vegnida renovada ed augmentada.

Msgr. uestg de Cuera, Duri VII Federspiel, ha giu dau lubientscha de celebrar la s. messa a s. Catrina, natural suenter ch’ igl altar ei staus consecraus. La cronica metta aunc vitier, ch’ il tit. Legat Jacobus Caraciolus hagi lubiu danovamein 1712, ils 7 de Nov., ferton ch’ el era a Mustér per benedir e consecrar la nova baselgia claustrala de s. Martin, de leger messa a s. Catrina.

Plinavon vegn ei raquintau, ch’ in cert Giachen Adalgott Geriet hagi urbiu ora da Roma in perdun complein per 7 onns. Pli clar vegn ei buca detg. Probabel ei quei maniau in perdun complein sil di de s. Catrina, ne forsa aschi savens sco ins viseta la caplutta? Quei perdun seigi puspei vegnius renovaus silsuenter.

Il sura numnau Giachen Adalgott Geriet sto esser staus in um de pietat e de gronda influenza. El steva a Buretsch e ha fatg 1687 in pelegrinadi a s. Giachen de Compostella en Spagna e 1700 in tal a Roma. El ha giu regalau 3 s. reliquias alla claustra e 2 alla baselgia de s. Gions, las qualas el ha giu obteniu da sia Eminenza Cardinal Maria Bernardo Conti. Sia dunna senumnava Mr. Castgina Baselgia. El ei morts ils 21 ded Avrel 1728.

Mintg’ onn vegnev’ ei legiu a Funs il di de s. Catrina, ils 25 de Nov., 3 entochen 4 s. messas e duront igl onn ora pliras autras e beinduras perfin cantau solemnamein la s. messa dals rev. Paders — „ein gesungenes ampt figuraliter gehalten.“

La „messa solemna“ a s. Catrina meina nus sil pertratg, — raschuns havein nus denton neginas — che la caplutta pudessi esser stada vidavon empau pli gronda e quei tonpli, ch‘ ei vegn aunc raquintau ella cronica, ch’ ei fuvi maliau ella caplutta 27 sogns ne sontgas, che vegnan numnai si tuts cul num sut il tetel: „Die nahmen der heyligen und heyliginen deren Bildnuss in der Capellen zu St. Catharina gemahlet worden“. Denter quels buca meins che 13 maletgs, che representan differentas s. Catrinas.

Str. Nicolaus Huonder ei pia staus in grond benefactur de s. Catrina. Denton era aunc per autras baselgias ha el giu in bien cor. Alla baselgia parochiala de s. Gions ha el fatg si dus dretgs ded alp en Cristallina (80 R.); a Nossadunna dellas dolurs in auter dretg en Cristallina; persuenter duei vegnir legiu ina messa perpetna. Plinavon ha el regalau ina cruna d’ argien a Nossadunna dellas dolurs. — El ei era quel, che ha schau maliar 1707 a s. Gada sil mir dal maun dellas femnas dus maletgs entras il pictur Giachen de Sumvitg, che hagi custau 32 rensdis e 12 bazs.

Str. Nicolaus Huonder ba mussau aunc tscheu e leu siu bien cor, per baselgias e paupers, denton el haveva era entamaun enzatgei. La cronica fa la remarea: „Herr Str. Nicolaus ist gar ein reicher Man gewesen, hat über die hundert tausend R. gehabt.“

Era ils fegls de Str. Nicolaus Huonder han giu artau quei spért de beneficenza dil bab e nus schein aunc suondar entginas notizias da quellas varts, aschinavon che quei illustrescha empau il contuorn e perquei ch’els seregordan denter en era generusamein de s. Catrina.

item hat H. Joseph vermacht der hirhhen zu St. Joannes für deine Organist R. 80.

item unser lieben Frau von rosen hranz aldorten ein alprecht zu Russein R. 40.

Herr Martin Huonder und H. Joseph Huonder haben vermacht 

dem hl. Nicolao (Mompe T.) 5 philip,

dem hl. Joseph zu Bugnei R. 30,

 dem hl. Lucio zu Disla R. 30,

 unser lb. Frau in Sumvixerbad R. 40,

 item der Pfrund zu St. Joannes jährlich 15 quartanen salz R. 150,

dem Hloster zu Disentis ein ewige mess R. 40,

 item vor Zeiten 40 R. gelt für 2 rothe, damastinen Chormantel, 

Item haben H. Martin Huonder und H. Joseph Huonder der Capellen zu St. Catharina si Sarz vermacht 25 bz. leben zins si Accleta. Capital R. 150.

item si Sarz haben sie vermacht der hl. Capell 4 stühlein guot, so dess Gilli Maissen gewesen, so 110 H. facit. — summa tacit gegen R. 1270.

In fegl de Str. Nicolaus Huonder cul num Christian ei staus maridaus a Trun cun Margaretha Christ dil Risch. Era quei ha schau vegnir tier bein enqual regal a Nossadunna d’ Accladira ed alla baselgia parochiala de leu. Niessegner haveva era benediu el cun beins temporals. „1729 als ein gemeine schniz od. taglia zn Thruns gemacht, hat man ihn geschnidet per R. 40.000“. Christian Huonder ha giu 4 fegls e 3 feglias ed ei morts, sche nus sbaglein buca, 1733.

Dals auters fegls de Str. Nicolaus Huonder senumnava in, sco gia detg, Nicolaus, n. 1669. Quel ei daventaus pader en claustra a Mustér cul num Martin. Sia messa nuviala ha el celebrau ils 21 da Mars 1697 e zvar el liber avon la porta claustrala, nua che Decan Gion de Casteiberg, plevon a Trun, ha teniu il priedi festiv. P. Martin capeva bein l’ architectura e ha survigilau la construcziun della presenta baselgia claustrala. El ei morts ils 9 de Zercl. 1713 ed ei satraus en baselgia claustrala avon igl altar de s. Giusep, in di, nua ch’ ils de Sumvitg eran grad vegni cun processiun a Mustér.

In secund fegl de Str. Nicolaus Huonder haveva num Martin ed ei staus maridaus cun Onna Maria de Castelberg e ha giu in fegl cun num Conradin. Suenter la mort de sia dunna ha Martin Huonder studiau teologia ed ei daventaus spiritual. Sia messa nuviala ha el celebrau mardis Pastgas ils 28 de Mars 1701, en baselgia de s. Gions, nua che siu fegl Conradin ha surviu messa e Decan Gion de Castelberg fatg il priedi. Sur Martin Huonder steva sur sesez e ha giu, ton sco nus savein, negina pastoraziun. — Siu fegl Conradin ei maridaus cun Maria Eva de Castelberg ed ei staus mistral 1730/31. —Nus savein dir tier quella caschun, che buc ina schlateina de Mustér hagi dau alla Baselgia tonts spirituals, sco la schlateina Huonder. Nus possedein notizias de buca meins, che de 12 „Sur Huonders.“

Josef, il quart fegl de Str. Nicolaus Huonder, ei buca staus maridaus ed ei morts ils 20 de Schaner 1734.

Ils geniturs de Str. Nicolaus Huonder ein stai: Christ Cunrad Huonder e Barla Baselgia, ferton ch’ el sez ei staus maridaus cun ina certa Anna de Fontana. Nicolaus ha annc giu 3 frars: Str. Gion Huonder, che ha giu treis fegls, Str. Christ Huonder zu Accletta cun 4 fegls ed ina feglia e Cunrad Huonder im Dorf. —

Sco ei vul parer ei il patronat della caplutta de s. Catrina ius cul temps vi sin differentas familias della parentella Huonder, che havevan quitau per il resti della caplutta e ch’ envidavan en in spiritual ne pader de far fiasta a Funs il di de s. Catrina. Entras ina maridaglia ei lu il patronat ius vi sin la familia Durgiai. La tatta de Pieder Antoni Durgiai, um de Josfina Condrau ei stada ina Cristiana Huonder. —

„Adina“ ei s. Catrina buca stada, denton sia historia ei veglia ed intressanta. Quei muossan gia las quortas notizias, che nus havein saviu dar sur la carina caplutta, che stat leusi isolada, tut persula sper la pun al pei dil Muntatsch.

Nus concludin nossas notizias sur s. Catrina, ses benefacturs e protecturs cun ils bials plaids della cronica: Betribuere dignare, Domine, omnibus bona facientibus vitam aeternam. Veglies dar, o Segner, a tuts quels, che fan dil bien, la veta perpetna!

S. Catrina a Mustér! Il di de s. Catrina haveva avon temps aunc in’ autra muntada per Mustér. Quei di era mintgamai in avis tier niev progress ella sabientscha e tier nova pietat. Il di suenter s. Catrina vegnev’ ei numnadamein dau l’ entschatta alla scola, che cuzzava entochen l’ jamna sontga. S. Catrina ei ge la patruna dils filosofs, e denter quels pigns ha ei adina dau filosofs, ch’ein daventai silsuenter gronds filosofs! Ins leva entscheiver la scola cun ina buna intenziun, sut la protecziun dina perderta sontga.

Sin quella nova veta scientifica vegneva il pievel era fatgs attents. Il calender dils R. P. Caputschins, che pastoravan da glez temps a Mustér, — igl ei ussa uonn 1918, il December, gest 100 onns, ch‘els han bandunau Mustér suenter in’ activa e benedida pastoraziun de bunamein 200 onns, — quei calender conteneva l’ interessanta notizia, ch’ era de publicar la domengia avon s. Catrina: „Il giorno dopo s. Catharina principia la scuola, ma senza obligazione.“ Il di suenter s. Catrina entscheiva la scola, denton senza obligaziun. Ei steva pia liber ded ir a scola! Ah, tgei consolaziun vegn quei ad esser stau da lezzas uras per la pli part dils buobs e tgei consolaziun fuss quei aunc ozildi per biars, la remarca: „ma senza obligazione!“

Ins sa dir tgei ch’ ins vul, ir a scola, stuer seser ed esser seraus en quasi igl entir di ora, e lu aunc aschi liung temps, quei ei per affons, cunzun ora silla tiara, in grond sacrifeci, in’ unfrenda greva pli che greva. E l’ experienza muossa fetg savens, ch’ il resultat corrispundi tuttavia buc adina alla gronda unfrenda, anzi che ils affons vegnien savens stuffientai, che biars daventan indifferents, nervus, uaps da spert e da tgierp. Nus essan tuttavia buc encunter la scola en general e nus giavischein era buc anavos las relaziuns dil temps vegl, denton che la scola ded ozildi cun siu sistem, cun ses plans, roms, troppa cudischs, tut tenor il medem fatgui, sappi scaffir ina generaziun sauna, practica, ventireivla, quei sa crer tgi chie vul. Saziar quels che han fom ei in’ ovra de misericordia, denton stuffientar enzitgi ei fatg d‘ entiert. Non multa, sed multum! Buca bia, denton bein, clar, fundamental fuss senza dubi de preferir. Item… principia la scuola, ma senza obligazione… e tonaton han nos perdavonts saviu lur fatgs grad aschi bein sco nus, sche buca meglier; els ein stai grad aschi contents e ventireivels sco nus, probablamein aunc meglier che nus. Basta!

Cun il di de s. Catrina entschaveva avon onus era mintgamai nova veta spirituala a Mustér. Ils de Mustér vegnevan aunc pli pietus! Il directori dils R. P. Caputschins conteneva perquei sin quei di la remarca: „Si

da principio pure a dir la sera il Rosario sino a Pasqua.“ Ins vegn ad entscheiver a dir il rosari la sera entochen Pastgas. Ed ei vegn dau en exactamein co quei haveva de daventar.

Glendisdis, mardis e mesiamna rosari sigl altar de Nossadunna dil rosari. Gevia la cruna dil Segner sigl altar de s. Carli. Quella devoziun vegneva fatga sin suondonta moda: Deus in adiutorium . . . Adoramus te Christe et benedicimus tibi etc., allura ina Salidada enstagl dil Gloria Patri. . . Silsuenter 3 decadas Bab nos . . . Alla fin 3 Bab nos e Salidada. Sit nomen Domini benedictum. Oremus (come nel Cartello!). — Il venderdis vegneva ei recitau il rosari de Nossadunna dellas dolurs sin siu altar. — Sonda la litania sigl altar de N. dil rosari.

Alla fin vegnev’ ei aunc detg mintga sera igl Aunghel dil Segner cun De profundis e lu privatim da bass 

5 Bab nos (las s. tschun plagas) cun bratscha aviarta. Suenter suondava la benedicziun. Ferton ch’ il spiritual serendev’ en teschamber cantava il pievel, la gevia: Tantum ergo . . . ne Lodato sempre sia . . il venderdis: Virgo Virginum praeclara . . .; la sonda: Salve Regina . . .; il glendisdis: De profundis . . ils auters dis in himni de Nossadunna. Ei fuva pia ina biala variaziun e surtut il pievel cantavava mintga sera enzatgei, che aulza il cor.

Dal temps dils R. P. Caputschins existeva aunc bein enqual’ autra isonza a s. Gions, che nus havein emblidau via totalmein. Ei auda zvar buca tier „s. Catrina“, deton s. Catrina vegn franc a perdunar, sche nus raquintein aunc dabot mo in per caussas.

Domengia Septuagesima, la sera, entschaveva il „Perdun a Baselgia“, che cuzzava entochen domengia Quinquagesima inclusive. Mintga sera vegnev’ ei cantau la litania Lauretana, allura: Deus in adiutorium . . ., silsuenter in misteri e 15 Bab nos e Salidadas cun Gloria Patri. . . alla fin. Ora pro nobis . . ., Oremus: Concede . . . Aunghel dil Segner … De profundis.

La fiasta de Sontgilcrest vegnev’ ei exponiu e cantau messa ella farria allas 8; suenter messa dau la benedicziun e reponiu. Immediat suenter, havend scomiau paramenta, vegnev’ ei intonau „Pange lingua“ e l’ entira vischnaunca serendeva cun procession en claustra ed assisteva leu allas funcziuns. Finiu la processiun en claustra, turnava la vischnaunca cun processiun a s. Gions cantond il ,,Te Deum“.

Da s. Martin visitavan ils de Tujetsch ’gl emprem la baselgia de s. Gions, nua che l’ entira vischnaunca de Mustér era seradunada. Il plevon de s. Gions entschaveva la litania de tuts ils sogns ed ins mava ensemen cun ils Tujetschins en claustra e turnava puspei en processiun anavos ella baselgia parochiala cantond la litania de Nossadunna. A s. Gions vegnev’ ei proclamau perquei giud scantschala la domengia avon croda s. Martin, nus vegnin ad ir cun processiun en Claustra.“ — Denton avunda!

Nos perdavonts havevan e prendevan bia megliera peda de far dil bien, che nus. Nus vivin per ordinari en preschas e fuolas e vegnin perquei tonaton buca grad ferm vinavon. Bein enqual devoziun e pietusa isonza da pli daditg ei messa en emblidonza ne scursanida. E quei ch‘ ei semanteniu para beinduras aunc memia liung. Il vegl imperatur Lothar ha giu rischun de dir: „Ils temps semidan e nus semidein cun els.“

Aunc ina muntada haveva il di de s. Catrina per Mustér. Sin quei di ne leu entuorn serimnava il cussegl Grond, il parlament della Cadi a Mustér, el liug de sia residenza. „Roda dertgira s. Catrina“ fuva ina usitada expressiun dil temps vegl. Il Cumin e ses organs havevan pli baul tut autr’ impurtonza, ch‘ oz il di. Quasi tuttas fatschentas generalas e publicas vegnevan fatgas giu a Mustér. Perfin ils „mess“, quei vul dir ils deputai sil cussegl grond a Cuera, da 1803 entochen 1816 mo dus per nies Cumin, survegnevan lur instrucziuns dals officials dil Cumin serimnai a Mustér. Il Parlament della Cadi seredunava perquei era pli savens, 10 entochen 12 ga regularmein per onn, tier ils auters „extra cussegls,“ che vegnevan clomai ensemen, denton mintgaga mo in ne sil pli dus dis. Desperas fuva quei cussegl grond dil Cumin pli numerus ch‘ oz il di.

Cun salter, scarvon ed assistent dumbrava il parlament ne cussegl grond della Cadi 20 personals, ils megliers, ils pli perderts e sabis magistrats, che las 6 vischnauncas ne las 4 quorts savevan mo termetter. E scadin cas devan lur preschientseha e lur redunonzas en casa Cumin, nua che Sia Grazia Msgr. Avat assisteva mintgaga officialmein, in agen colorit e sentiment alla capitala.

Tut quei, che quels sabis signurs tractavan en lur redunonzas sut il presidi dil mistral per il beinstar della tiara, vegneva mess a protocoll. Igl ei de star zun mal ed igl ei in donun per la historia e la cultura de nies Cumin, che quels protocolls avon 1788 ein daventai in’ unfrenda dil berschament dils Franzos.

Ina caussa, che vegneva per ordinari tractada e finida silla redunonza „Roda dertgira s. Catrina“ fuva de fixar la „Clamada din lud. Cumin della Cadi.“ Il bia vegnev’ ei tratg ora ina commissiun gia sin la redunonza „fiera de Mustér,“ che vegneva tenida da lezzas uras igl 1 d’ October.

Aschia er’ ei vegniu ordinau per ex. sin la dertgira de s. Catrina 1804:

„Ei era din lud. Oberheit fatg la elecziun d’ in Signur per Cuort per tschentar si ina Clamada sura dellas victualias a proporziun dil temps, havend in lud. Oberheit schon la fiera de Mustér l’ obligaziun giu, de tschentar si e publicar quella, essend aber per certs motifs quella refretga entocben questa dertgira.

Signurs ils quals ein stai per far la Clamada sin approbaziun d’in lud. Oberheit: 

per Mustér: Sgr. Str. Giachen Martin Genelin,

„ Tujetsch: Sgr. Str. Duri Venzin,

„ Sumyitg e Trun : Sgr. Landama Nay,

„ Breil e Medel: Sgr. Str. Josef Duri Giossi

e Scarvon.“

La „Clamada,“ ch’ ins veseva pli baul en mintga stiva fermada vid igl esch ne la preit, fuva norma legala per vender e cumprar.

Avon nus sin meisa stat la „Clamada“ fatga il November 1832 e sutascretta officialmein da Gion Rest 

Caduff de Breil, assistent regent. Sch‘ ins va atras ils prezis de lezzas uras per „purment, garnezis, pummas, carns, latgiras, ovras e launa,“ sco la ;,Clamada‘‘ vegneva mintgamai partida en, e metta quels prezis en comparaziun cun ils prezis ded oz il di, che la terribla uiara ha manau neutier, sche vegn ei tut tuorbel avon ils egls. Ins sefida strusch d’ allegar mo in per exempels:

10 crenas piaun ded alp ne in ster 5 fl

1 crena caschiel mager ded alp –.12 kr.

1 curtauna segal –. 56 kr.

1 curtauna tschereschas neras tostas 1 fl. 6 kr.

1 crena carn d’armal –. 11 kr.

1 masira latg entir –. 6 kr.

1 crena launa lavada–. 56 kr.

etc. etc.

Ins saveva haver de tuttas uisas, niev e veder, sco ins leva per bass prezis; perfin tschagrun fiers, che negin leva ussa magliar pli avon l’ uiara, savevan ins cumprar per 8 kr. la crena!

Ils capitalists, che mavan a trer en lur tscheins da s. Martin, eran bi leds, sch‘ els survegnevan la mesadat en daner blut. Tschei vegneva pagau cun rauba, che la gleut haveva en abuldonza. Igl ei grad il cuntrari ded oz il di, nua ch’ ins ha pli u meins daners, mo nua che ei maunca la rauba. Tgi stat ne steva meglier? Igl imperatur Lothar schess puspei: „Ils temps semidan e nus semidein cun els.“

Sco ei fuva usitau pli da vegl en bia loghens, aschia han bein era ils muliners de Mustér fatg surasontga il di de s. Catrina. Cun quei che s. Catrina ei vegnida marterisada cun ina roda, che haveva en tschien tiglionts, duess ins buca muentar ina roda per siu di, ne roda de filar ne roda de mulin. Aschia raquintavan nos vegls ed ei vegneva observau. Pli da vegl mulavan ils milliners buca per quei di. Ad in muliner, che haveva mulau per s. Catrina, er’ ei seglentau la roda per castitg, ch’ el haveva buca teniu il di de s. Catrina,

Ariguard la roda de filar vegn quella tenida eri oz il di en bia casas ualti exact, buca mo il di de s. Catrina, mobein era auters dis emblidond il vegl proverbi:

Sez filau e sez tessiu 

Dat il megler vestgiu!

Suenter haver celebrau s. Catrina avon miezdi en baselgia ein ils muliners de Mustér forsa vegni ensemen suenter miezdi ella veglia ustria della pun on Gonda, tiella „Balugna“, sper in scart troccas ed in bien glas vin. E tgi less far curvien? — Dil rest formava l’ ustria della pun dal temps della via vedra mintgamai la „davosa staziun“ per ils de Medel e de Tujetsch e per ils de „sura.“

Nus essan alla fin cun nossa discurida. — Ei exista dapresent circa 300 differentas cartas illustradas de Mustér e siu territori, denter en oreifer bialas. Ina dellas pli bialas ed artificialmein pli finas ha Sgr. Mischol de Schiers dau ora 1913 (Xr. 1322) cun la caplutta de s. Catrina, che fa ina zun plischeivla impressiun. Bugen porschessen nus ussa quella per conclusiun a scadin lectur e lectura per memoria e salid de s. Catrina, isolada e persula al pei dil Muntatsch sper Mustér.

1919.

Il davos „Ave Maria dils signuns“ en Russein

Glogn 14, p. 112s (Detgas e praulas ord las alps da Mustér)

Guglielm Gadola ha sedau gronda breigia per vegnir sissu con ditg igl „Ave Maria dils signuns“ ei vegnius uraus en nossas alps sursilvanas. Negin leva saver zatgei da quei ed era buca haver udiu a raquintond d’ina tala oraziun. — Cheu hai jeu lu la finfinala tuttina giu la ventira d’intervegnir casualmein l’historia dil davos „Ave Maria dils signuns“ en Russein. Ina femna d’in uclaun da Mustér ha raquintau a mi il sequent pertenend quella caussa: Ell’eri aunc ina buobetta ch’in vegl paster els 80 hagi raquintau ina sera dil davos „Ave Maria dils signuns“. El fuvi da sias uras — entuorn 1830 circa — buob da vaccas en Russein. Gliez onn vevien ei in um vegl per signun. Quel mavi mintga sera vido sin in crest e grevi tras in dartguir in’entira litania rogaziuns tiels sogns. El grevi quei ch’el mo pudevi, sinaquei ch’ei rebatti lunsch entuorn, cartend numnadamein: che aschilunsch sco sia vusch penetreschi, possi negin nauschaspert pli nuscher. Ina sera hagi el griu aschi fetg, ch’il cor seigi schluppaus ed el daus per tiara vi morts — e cun el ei era morts igl Ave Maria dils signuns!

La caplania da Segnas

1773 ei in datum da gronda impurtonza per ils habitonts da Segnas. Ils habi­tonts da Segnas, Peisel, Cuoz e Buretsch fundan in agen benefiziat, la caplania da Segnas.

Il document che relata da quei fatg ei per cletg buca barschaus, resp. ei exi­sta aunc ina copia fatga per il plevon da Mustér entras Jacobey Martin Berchter, ils 14 da mars 1773.

  

Il document secloma sco suonda[1]

Condiziuns cun las qualas la ludeivla vicinaunca ei concorida[2] tier il Benefeci de Segnes, a[3] Cavardiras 1773, ils 14 de Marz.

  1. Che quellas capellanias, ne beneficis daventien senza prejudici della Ferevia[4], u igl antaress da quella, dreitg dil Farrer, a della calostria.
  2. Seigien ils visins obligai, sco era lur Beneficiat[5], de vegnir flissiameing las 4 Principalas Fiastas[6] enten la Farrereja[7] tier ils ss. offecis: item[8] la Fiasta de s. Gion Battesta, et la benedicziun della Baselgia, sco era Venderdis s., s. Gieri, ils 3 dis dellas Rogatiuns, s. Michel, la Dom.[9] dellas Palmas, nossa Duna de candeilas las viaspras de Nomna sointgia, et il di dellas Olmas, a Boania.
  3. Tier las processiuns publicas, che la vicinaunca perness si dde far, pertgei sort[10] basegns, ch‘ ei podess curdar, deigien ils sur nomnai era fideivlameing comparer a gidar, a condecorar las duas principalas Fiastas, u Functiuns dellas Dolurs de Marz, e Settember.
  4. Sabiant en qual impediment legitim, a sufficient vegnien questas obligaziuns era reserva­das, auncalura cun conditiuns, ch‘ ei observeschian la convenienza nua, che ei auda en cass de basegns
  5. La visnaunca va sott naginas obligaziuns novas, sonder resta tier las isonzas praticadas, a resalva, che tuttas conclusiuns de visnaunca dejen aver lur Krafft[11], a valur en tutt, a per tutt, schegiè ils surnomnai visins fussan buca presents. 
  6. Deigi scadin Farrer veggnir clomaus, a poder dar sia vusch tier la electiun, u tschentada dil Beneficiat de Segnes, a Cavardiras.

Igl qual per andenticaziun, a stateivla memoria per scaffiment della Lodeivla Visnaunca ei sott siu sigil tras mey signurs en questa conformitat extradiu ils 3 xber[12] Ano 1773 a sottascrit da sigr. st.

Jacobey Martin Berchter

Copia plaid per plaid

  1. Dumeni de Bagolins, Missionari Capuciner, p.t. Farrer[13]

  

Per la fundaziun dalla caplania da Segnas surdattan ils vischins da Mompé-Tujetsch 270 flurins per quella, sperond ch‘ era els vegnien inte­grai ella caplania. Quei document scriva Gion Battesta Tenner per cum­missiun da Christoffel de Sax[14].

Cun quella caschun lessel perquei buca tralaschar da numnar ils caplons da Segnas. Entochen oz eis ei stau 25 spirituals, denteren era aunc entgins paders dalla claustra da Mustér che segidan aunc oz mintgaton ella pasto­raziun. Ils caplons da Segnas ein stai (il datum indichescha igl onn dall‘ installaziun)[15]:

1773          sur Josef Anton Maissen da Sumvitg

1776          sur Michael Jenal da Samignun

1785          pader Maurus Nagher d‘ Ursera

1788          sur Jacon[16] Stiafen Degonda da Tujetsch

1792          sur Johann Valentin Rothmund da Mustér

1798          sur Nicolaus Valentin Berther da Segnas[17]

1799          sur Sebastian Andriuet[18] da Mustér

1801          sur Martin Simonet da Medel

1804          sur Josef Anton Huonder da Mustér

1810          sur Josef Lorenz Schmid da Tujetsch

1815          pader Maurus Birchler dalla claustra da Mustér[19]

1820          pader Ildefons Decurtins da Mustér

1833          pader Giusep Thaler dil Tirol

1835          pader Adelghotus Berther da Mustér

1853          sur Christian Antoni Casaulta da Disla/Mustér

1878          sur Giachen Antoni Augustin dad Alvaschein

1882          sur Paulin Benedetg Genelin da Disla/Mustér

1906          sur Giachen Antoni Augustin

1910          pader Ursicin Simeon dalla claustra da Mustér

1912          sur Sebastian Cathomas da Dardin

1933          sur Alfons Quinter da Darvella[20]

1947          sur Sep Antoni Venzin da Tujetsch

1957          sur Gion Caminada da Vrin

1965          sur Flurin Venzin da Tujetsch

1976          sur Giusep Durschei da Segnas[21]

1982          pader Ambros Widmer dalla claustra da Mustér[22]

 

Da 1983 ei 2015 ei sur Pius Venzin caplon da Segnas. Aschia vegn la baselgia era duvrada mintga di. La dumengia ei mintgamai messa allas 9.30 uras ni allas 11.00 uras. Mintga sera ei rusari allas 19.00 uras, la dumengia vegn il rusari savens remplazzaus entras ina devoziun. Igl gliendisdis, la mes­jamna e la sonda ei messa marveglia, il venderdis messa da scola, auter ch‘ ils emprems venderdis dil meins nua ch ‚il survetsch divin croda sin la sera.

Igl ei per ils parochians da Segnas fetg legreivel d‘ astgar haver in augseg­ner en quels temps da scartezia da spirituals. Sur Pius Venzin, staus avon plevon a Vrin e Siat, pastorescha sper la caplania da Segnas era aunc quella da Rueras. Sia dimora ha el denton a Segnas, ella casa pervenda ch‘ ei vegnida construida 1776 e vegnida renovada igl onn 1980.

Tier la caplania da Segnas appartegnan oz suandonts uclauns da nossa vischnaunca:

Segnas, il vitg ed ils quartiers da Sut il Vitg e Casa nauscha, Peisel, Buretsch, Cuoz, su e sut

A Cuoz e Mompé-Tujetsch fa igl augsegner mintgamai messa inagada per meins. Mompé-Tujetsch vegn sulettamein pastorau da Segnas anora, stat denton directamein sut la pleiv sogn Gions da Mustér.

 

Per la caplania da Segnas dat ei aunc entginas caussas interessantas d‘ aschuntar:

1779 vegn la casa pervenda hodierna construida. Ils 2 da fenadur 1905 vegn quella rugalada per l‘ emprema gada[23]. Ei vegn fundau ina cum­missiun da renovaziun. A quella fan part: Josef Sialm[24], Heinrich Huonder, Gion Stiefenhofer, Clau Antoni Desax, Battesta Berther de Stiafen, gerau Placi Durschei, Battesta Huonder ed igl ugau pervenda Josef Flury. Mintga fiug ha da pagar 5 frs. en fuorma da daners ni en aissas. Cundiziun ei che las aissas seigien seccas!

Duront las pastoraziun da sur Giusep Antoni Venzin vegnan entginas caussas dalla casa pervenda renovadas.

La secunda renovaziun cumpletta capeta igl onn 1980. La casa che veva to­chen ussa ina habitaziun vegn partida en duas. Duront dus onns han ins schau a tscheins la casa a jasters. Dapi igl uost 1982 vegn ella habitada da nies niev caplon sur Pius Venzin.

Naven dils 3 da mars 1865 survegn il caplon da Segnas ina paga annuala da 600 frs. Quei vegn fixau digl uestg da Cuera. El sto denton buca pagar taglia, survegn la lenna gratuitamein ed ha il dretg da pasculaziun li­bra[25].

Ils 19 da fevrer 1947 vegn il caplon da Segnas obligaus da dar religiun era ellas scolas da Mustér. Ils 1 da schaner 1968 sedistacca la caplania da Segnas per entgins onns dalla pleiv da Mustér. Aschia ein ils vischins da Segnas obligai da pagar taglia da baselgia mo a Segnas[26].

Igl urbari dalla caplania discuora buca mo da quens e deivets, mobein era davart ils augsegners. Mintgaton ha il lectur il cletg dad entupar plitost cu­riosas caussas. Cheu in schatg[27]:

Ils 21 da zercladur 1906 ei sur Giachen Antoni Augustin vegnius elegius caplon da Segnas. 1909 han tschun vischins da Segnas buca tarmess lur af­fons a ductrina tier el cun la stgisa ch‘ el seigi buca capavels per quell‘ in­strucziun.

Perfin igl uestg ei semischedaus en quellas caussas ed ha decidiu per il spiri­tual. Quella decisiun ei arrivada a Mustér ils 12 da settember 1909.

Vischins dallas famiglias Deflorin e Muoth hagien sinaquei calau da pagar la taglia pervenda, gie, en baselgia hagien entgins umens schizun entschiet a disturbar duront il priedi pitgond cun ils peis sil plauntschiu. era per las ustrias vegneva ei dau la bucca sur dil spiritual. Ils 20 da december cloma igl uestg anavos siu amitg Gion Antoni a Zezras per schar guder el leu la fin da sia veta.

Interessanta ei la remarca digl autur dil text alla fin da quel: Vus vegnentsu­enter! Teni en fromm ils spirituals!!![28]

Plinavon relata igl urbari era che la monstranza dalla baselgia seigi vegnida regalada da Rosa Maissen. Cura che quei ei stau ei buca indicau, denton sto ei esser stau denter 1912 e 1933 cura che sur Sebastian Cathomen era caplon da Segnas.

 

[1] text original

[2] concordada

[3] e

[4] pleiv

[5] manegiau ei cheu il caplon

[6] Pastgas, Tschuncheismas, Nossadunna d‘ uost (15-8) e Nadal

[7] interessant ein las variantas ch‘ igl autur drova per la pleiv

[8] plinavon

[9] dumengia

[10] tenor

[11] forza

[12] ualti carteivel october cunquei ch‘ ei setracta d‘ ina copia

[13] Archiv parochial Mustér SG 286

[14] Archiv parochial Mustér SG 296

[15] Victor e Teodosi Sialm, La famiglia Sialm, p. 77

[16] Giachen

[17] ei satraus en baselgia parochiala a Mustér

[18] ina fontauna indichescha Andreoli

[19] naven da 1819 ha il caplon da Segnas era da dar scola a Mompé-Tujetsch

[20] suenter el pastoreschan aunc ils paders dalla claustra da Mustér sco provisurs

[21] provisur

[22] provisur

[23] Urbari dalla caplania da Segnas, p. 266

[24] actuar

[25] Archiv parochial Mustér SG 290

[26] Archiv parochial Mustér SG 289

[27] Urbari dalla caplania da Segnas, p. 278ss.

[28] Urbari dalla caplania da Segnas, p. 278ss.

Von Weilern, Burgen und Wohntürmen um 1700

Disentis zählte vor einigen Jahren noch 47 Weiler. 13 Burgen, bzw. Wohntürme und Herrenhäuser waren über das ganze Gebiet verteilt. Die untere Karte gibt Einblick in diese vergangene Zeit. Die Daten, vor allem nähere Angaben zu den Gebäuden und Ortschaften, sind in der Legende zu finden und werden laufend ergänzt.

carta-veglia.gif

Tuors e castials | Wohntürme und Burgen

    1. Caschliun (casa signurila)
    2. Tuor Sogn Placi (tuor)
    3. Muntatsch (tuor)*
    4. Sax (tuor)
    5. Peisel (casa signurila)
    6. Ragisch (tuor)*
    7. Chischlatsch (tuor)*
    8. Turatscha (tuor)*
    9. Falingia (tuor)
    10. Fontana (casa signurila)
    11. Rieven (casa signurila)
    12. Cumanél (tuor)*
    13. Travaulta (tuor)*

Uclauns ed aclas | Weiler und Gadenstätte

    1. Cumanél (<1902)
    2. Mompe Tavetsch*
    3. Segnas
    4. Peisel
    5. Buretsch*
    6. Quoz*
    7. Acletta
    8. Funs*
    9. Clavaunievf
    10. Caschuars
    11. Gonda*
    12. Turtengia (<1850)
    13. Marietta su (<1850)
    14. Vitg*
    15. Raveras
    16. Ragisch (<1850)*
    17. Mompe Medels (Guaslers)*
    18. Cariet (<1750)
    19. Gastlon (Castliun)*
    20. Faltscharidas
    21. Murins sut (<1880)*
    22. Caprau
    23. Disla*
    24. Cavardires
    25. Madernal*
    26. Gravignus*
    27. Caischavedra (<1850)
    28. Davos-Mustér*
    29. Falingia (<1689)
    30. Cresta
    31. Calaus (<1850)*
    32. Plaun grond
    33. Runtget
    34. Quadras
    35. Perdatsch
    36. Sonduritg
    37. Sars
    38. Plaun da Heid[i]a
    39. Sontga Gada*
    40. Acletta Petschna
    41. Casarsa*
    42. Runs
    43. Valentin (<1689)
    44. Camaher (Guaslers)
    45. Cavorgia sura (Guaslers)
    46. Perdomet*
    47. Brulf (<1683)
    48. Crusch
    49. Acla (> 1850)

18. Jahrhundert

1704

Einweihung der Kapelle in s. Catrina, der Hl. Katharina geweiht. Gemäss Berchter Chronik existierte aber bereits vorher eine Kapelle an dieser Stelle.

Einweihung der Kapelle in Disla, dem Hl. Luzius geweiht.

 

1712

Caspar Mosbrugger plant die heutige Klosterfassade in einem prunken Barockbau. 

 

1718

Einweihung der Kapelle in Pardomat, dem Hl. Antonius geweiht.

 

1760

Ein neue Strasse wird durch das Val Uffiern (Ruinas) gebaut. Die alte Strasse über Mumpé Medel hat aber immer noch Vorzug.

 

1763

Einweihung der Kapelle in Mumpé Tujetsch, den Hl. Silvester und Nikolaus geweiht. Allerdings ersetzt der heutige Bau eine bereits vorher existierende Kapelle. Zeugen dafür sind die kleine Glocke aus dem Jahre 1616 oder die beiden Seitenaltäre aus dem Jahre 1646.

 

1794/95

Die Trunser Jakob Christian Casanova und Balthasar Demont bauen einen künstlichen, jedoch kühnen Weg durch die Lukmanierschlucht zwischen Disentis und Curaglia. Der Weg wird aber nicht sonderlich gebraucht und es braucht noch fast 100 Jahre, bis eine brauchbare Lösung vorliegt.

 

1799

Am 6. Mai plündern und brandschatzen die Franzosen das Dorf und das Kloster.