Der Dorfbrand von Mumpé Medel vom 16. Oktober 1836

Übersezung der Originaltexte. Die Texte sind in der Sprache der damaligen Zeit verfasst und darum recht schwierig zu übersetzen. Darum folgt hier eine möglichst detailtreue Fassung, die jedoch nicht worttreu ist.

[Aus Il Glogn 1936] — Um dem Leser zu zeigen, wie eindrucksvoll dieses Unglück für unsere Urahnen war, wollen wir die Zeitungsnachrichten der damaligen Zeit wiedergeben – jeder kann sich so seine Gedanken machen: „Am 16. Oktober 1836 um ein Uhr nachmittags, während das Volk in der Kirche war, ist ein Feuer in Mumpé Medel, einer Ortschaft von Disentis, ausgebrochen. Innerhalb einer Stunde sind 7 Häuser und 6 Ställe zu Asche und Staub verwandelt worden, 13 Familien stehen auf der Gasse. Die wenigen Möbel und die gerade untergebrachte Ernte sind ebenfalls ein Raub der Flammen geworden. Der Schaden beläuft sich auf 16000 Gulden und weil die Not in diesem Jahr besonders gross ist, wird dieser Betrag noch mehr schmerzen. Durch die allgemeine Not können nur wenige helfen. Öffnet eure Schätze, mit denen euch der Himmel belohnt hat, nehmt euer Herz in die Hand. Wer helfen möchte, soll sich bitte an die Redaktion des Grischun Romontsch [damalige Zeitung] wenden. (Il Grischun Romontsch, Nr. 36. 1839, November)

Ein bischen genauer, wie sich das Unglück zugetragen hat, berichtet der Chronist des Klosters [Disentis]. Er sagt, dass der Konvent beim Mittagsessen war, als die Glocken von s. Gions Feueralarm schlugen. Und was für eine Überraschung für die Mönche! Als sie aus dem Fenster schauten, sahen sie das Feuer inmitten des Dorfes Mumpé Medel. Daraufhin hätten auch sie die Glocken geläutet und seien, zusammen mit den Disentisern, nach Mumpé Medel gerannt, um zu helfen. Noch bevor sie dort eintrafen, brannte bereits das ganze obere Dorf, ja sogar das Dach der Kapelle in Summa Crusch hätte bereits Feuer gefangen. Doch die Kapelle konnten sie retten. Auch wenn sie schneller gewesen wären, wäre der Kampf gegen das Feuer wegen Wassermangel aussichtslos gewesen.

Das Feuer ist im Haus von Gion Battesta Jacomet ausgebrochen und hat sich von dort mit rasanter Geschwindigkeit über das ganze Dorf ausgebreitet. Alles ist abgebrannt, ausser einem Haus in Summa Crusch ([Anmerkung von 1936:] dieses, wo heute Giachen Schmed wohnt!). Zum Glück liefen gerade 3 Männer aus Siat und Bistgaun Sialm von Segnas, vom Markt in Lugano zurückkommend, durch Mumpé Medel. Diese Männer hatten eine gute Eingabe gehabt und seien von Haus zu Haus gerannt, um Kinder, alte Leute und Kranke zu retten. Sie haben eine kranke Person, die im Bett lag, und drei Kinder der Familie Disch, die im Haus eingesperrt waren, gerettet. Wären sie nicht schnell gewesen, wären diese vier Personen verloren gewesen. Für die Rettung anderer Sachen hatten die Männer keine Zeit. (siehe: Acta Capitularia ac simul Chronica Monasterii Desertinensis, Tomus III, p. 167)

Das Jahr 1836 war allgemein ein schlechtes Jahr mit viel Elend und man kann sich etwa vorstellen, wie die armen Leute leiden mussten, denn es gab noch keine Versicherungen oder andere soziale Einrichtungen. Doch der Vorstand des Kreises Disentis hat sofort einen Hilferuf veröffentlicht. Dieser hatte grosse Wirkung. Dieses handschriftliche Dokument ist sehr interessant und folgt hier:

Disentis, den 19. Oktober 1836
Jedem Bewohner unseres Kreises ist zu Ohren gekommen, welch grosses und schreckliches Schicksal den Bewohnern von Mumpé Medel zugestossen ist. Sieben Häuser und neun Ställe mit einer grossen Ernte für Tier und Mensch sind in Staub und Asche verwandelt worden.  Die meisten betroffenen Familien sind arm und somit von ihrem gesamten Nahrungsmittelvorrat beraubt worden: das Vieh, die Früchte des Bodens, nämlich die Kartoffeln, die gerade unter Dach gebracht wurden. Auch Möbel und Werkzeuge, die normalerweise in einem Haushalt untergebracht sind, wurden Opfer der Flammen und die Bewohner haben alles verloren, ausser diejenigen Sachen, die sie zum Zeitpunkt auf sich selber trugen. Diese armen und unglücklichen Leute haben sich an den löblichen Gemeindevorstand gewendet mit der Bitte, er möge ihnen helfen. Der löbliche Gemeindevorstand hat über das traurige Schicksal und die hoffnungslose Situation der Betroffenen nachgedacht. Der Vorstand hat zudem einsehen müssen, dass es eine heilige Pflicht ist, mit allen Kräften den Opfern zu helfen, ja, dass sogar unsere Religion uns dazu verpflichtet und uns auch die Natur diese Pflicht „in den Hals gesetzt hat“.  Der löbliche Vorstand hat beschlossen, den Schaden genau zu untersuchen und ist zum Schluss gekommen, dass sich dieser auf 16 460 Gulden beläuft, ich schreibe sechzehntausendvierhundertsechzig. Um also diese Unglücklichen zu trösten, aber auch seiner Pflicht nachzukommen, hat der löbliche Vorstand für gut befunden, die anderen Gemeinden zu fragen, ob es ihnen gefalle, die ganze Kreissteuer, oder auch nur einen Teil davon, den Opfern zukommen zu lassen oder ob sie auch einen anderen Betrag aus der Gemeindekasse beitragen wollen.

Auch wenn der löbliche Vorstand  die anderen Gemeinden um Hilfe bittet, will er sehnlichst nicht unterlassen, die Opfer dem Wohlwollen eines jedem zu empfehlen, ob reich oder arm, jeder nach seinen Kräften. Es handelt sich hier nicht um gewöhnliche Bedürfnisse und es geht nicht um Almosen, die leider durch Unfug mehr dort für Gewinn sorgen, wo schon Gewinn vorhanden ist. Sondern es handelt sich hier um richtige Unglückliche, um fleissig arbeitende Familien, die bis heute durch ihren Schweiss sich selber ernährt haben und die auch nicht sparsam gewesen wären, wenn das Unglück andere betroffen hätte. – So habt Erbarmen mit ihnen und gebt ihnen was euch am nächsten liegt. Alles ist für sie nützlich und brauchbar. So leistet ein grossartiges Werk der Barmherzigkeit und euer Lohn wird vor dem Gott-Vater der Barmherzigkeit gross ein, welcher sagt: was ihr meinen Armen getan habt, habt ihr für mich getan. Nutzt diese Gelegenheit, sodass am Tag des jüngsten Gerichtes euch nicht gesagt wird: ich war nackt, ihr ihr habt mich nicht gekleidet, ich hatte Hunger und ihr habt mir nichts zu Essen gegeben. Geht von mir fort, denn ich kenne euch nicht.

Für die Kommission des löblichen Gemeindevorstandes
Gion Michel Flury
Amtlicher Schreiber

Zusammenfassung:

Auch wenn der Aufruf grossen Anklang fand, konnte die Summe von 16000 (Wert 1936: 38’000 Franken) Gulden nicht zusammengebracht werden. Immerhin war der gesammelte Betrag eine grosse Erleichterung. Spenden kamen von überall her, vor allem die einheimischen Söldner spendeten grosse Summen. Aufsehen sorgte ein Artikel in der Zeitung Grischun Romontsch, der vor allem die Spenden der Reformierten hervorhob. Die Zeitung vergass nämlich, die Beiträge der angrenzenden, katholischen Gemeinden der Cadi hinzuzurechnen. Diese Beiträge waren recht gross und so musste der Artikel um den Religionsfrieden willen korrigiert werden.

Das Dorf Mumpé Medel wurde an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Die Bewohner holten das Bauholz aus dem Wald von Clavadials/Fontauna, damals „eines der schönsten Wälder der Gemeinde Disentis“. Das Holz bekamen sie umsonst.

G. Tenner 

Incendi da Mumpé Medel dils 16-10-1836

ord: Il Grischun Romontsch, nr. 36 dils 1 da november 1836

Ils 16 d’October ei a l’ina suenter miezdi, durond che tutt il pievel fov en baselgia rut ora fiug a Mompemedel, in ucliva da Musteer, et en in ura temps een 7 casas cun 6 clavaus stai puorla e tschendra, e 13 famillias messas sin Gassa. Las paucas mobilias e las Victualias che fovan val [ual] messas sut teigt, tutt ei daventau in sacrifeci. Il donn ei giudicialmeign constattaus sin sedisch melli renschs, e tont pli vegn quel resentius, che la miseria ei quest onn gienerala, e paucs san vegniir en agit. Arvei si voss scazis vus ils quals il ciel ha benediu cun la Ventira de quest mund, arvei vos scazis e pernei il cor sin meun. Gidei ils disgraziai, e la pagaigla per vus vegn esser gronda. Tgi che vult dar almosna et agit ei suplicaus de confidar alla redactiun della gasetta da Cuera.

Ord la Gasetta Romontscha dils 10 da schaner 1884

Eine interessante Statistik findet sich in der Gasetta Romontscha vom 10. Januar 1884. Dort heisst es:

Ein romanischer Dichter hat gesagt, dass für die Kurzweiligkeit einigen Neuigkeiten nachgegangen wird: So wurde zusammengerechnet, dass die Gemeinde Disentis folgendes zählt: 55 Holzverarbeiter, 35 Maurer, 18 Schuhmacher, 7 Müller, 5 Schmiede, 5 Hafner, 4 Korbmacher, 3 Bäcker, 3 Gerber, 3 Kaminfeger, 1 Glaser, 1 Spengler, 1 Hutmacher, 5 Messerschleifer, 2 Uhrmacher, 5 Strahler, 4 Fischer, 7 Jäger, 3 Sattler, 3 Färber, 15 Sennen, 5 Fuhrhalter, 2 Postillions (Postkutschenführer), 2 Wegmacher, 3 Maulwurffänger, 6 [Fremden|führer, 2 Schneider, 20 Schneiderinnen, 4 Metzger, 3 Drucker, weiter 13 Händler, 11 Weinstuben, 4 Posthalter, 12 Lehrer oder Lehrerinnen, 1 Schulinspektor, 1 Redaktor, 3 Ärzte mit zwei Apotheken. Eine alte Redewendung besagt, dass der Beruf ein goldenes Grundstück habe, und so kann man auch sagen, dass die Vorstädter von Disentis: S. Gions, Raveras und Sontget, die die Grosszahl der Handwerker bilden, sich auf Gold ruhen.

Per cuort’uriala vegn studiau or enqual nuviala, di in poet romontsch. Gliei vegniu priu quen, che la vischnaunca de Mustér dumbri: 55 meisters de lena, 35 meridurs, 18 calgès, 7 mulinés, 5 fravis, 5 vaschlés, 4 canastrés, 3 pasternés, 3 gerbers, 3 spazzatgamins, 1 glaser, 1 spengler, 1 capalé, 5 molers, 2 urès, 5 cavacristallas, 4 perscadurs, 7 catschadurs, 3 salès (sattlers), 3 colorists (ferbers), 15 signuns, 5 viturins, 2 postiglions, 2 viés, 3 pegliatalpas, 6 menaders (führers), 2 cusés, 20 cuséras (snadrinas), 4 mazzés (mezgers), 3 stampadurs, milsanavon 13 marcadonts, 11 ustrias de vin, 4 posthalters, 12 scolasts ne scolastas, 1 inspectur de scola, 1 redactur, 3 miedis cun 2 apotecas. In vegl proverbi di, ch’il mistregn hai in sulom d’aur, e perquei pon isn era dir, ch’ils foburgs de Mustér: S. Gions, Raveras e Sontget, che dumbran ils pli biars mistergnès, ruaussien sin aur.

Waldbrand auf der Alp Rhun

“Am 18. Juni 1917., nachmittags, schlug der Blitz anlässlich eines Gewitters an zwei Orten in etwa 100 Meter Entfernung von einander auf der sogenannten Alp Rhun, eine Stunde oberhalb Disentis, in den dortigen Wald ein. 
Augenblicklich schlugen die Flammen an den beiden Stellen lichterloh in die Höhe. Vom Winde getrieben griff das Feuer rasch um sich, so dass in kurzer Zeit eine ganze Reihe der dort dicht ineinanderstehenden, mit Bartflechten bedeckten, alten Tannen Feuer fingen. 
Zum Glück legte sich der Wind bald und blieb der Feuerherd lokalisiert. Immerhin sollen über 30 Bäume mehr oder weniger angebrannt sein. (C. Coaz. Naturchronik für den Monat Juni 1917. In: Bündnerisches Monatsblatt: Zeitschrift für bündnerische Geschichte, Landes- und Volkskunde. Band 1917, Heft 7)

Mulins e rodas-mulin ella Cadi: Mustér

Annalas dalla Societad Retoromontscha, annada 96, 1984, p.104-139 da Paul Tomaschett e Tobias Deflorin

Segnas

nua che la cultura da garnezi e glin ei stada flurenta, ha giu inagada mulins e falluns da bien num. Sisum il vitg sper la via da Peisel habitava Giachen Muoth, maridaus cun ina Franzosa, ina casa veglia cun mulin e fallun che mavan cun rod’aulta. Cheu haveva siu antenat Gion Giachen Bistgaun Muoth (1820—1892) gia fatg il muliner. In liung pluschein tschaffava l’aua in pulit toc sur la punt. Muliner Muoth mulava segal, dumiec e salin, pisava glin e struclava semglin. Igl unviern 1904/05 ei il baghetg barschaus giu. Casa, mulin e fallun ein vegni reconstrui. Suenter la mort da Giachen Muoth ha Benedetg Jacomet da Mompé-Tujetsch cumprau casa e cundrez. Siu fegl Benedetg ha fatg ir il menaschi entochen 1974. Lu eisi vegniu quiet cun rodas e molas e pisuns. Oz ei la «Casa Mulin» baghegiada ora per habitar.

In secund e fetg semegliont indrez da mulin e fallun era situaus ver 300 meters plinengiu. Ins scheva semplamein Mulin Huonder ed a siu patrun Gion Antoni da Mulin. Entuorn ils 1920, cura che Giusep Flepp ha acquistau la casa culs indrezs, ein mulin e fallun semidai en clavau e habitaziun. Cul temps ei Gion Deflorin-Maissen daventaus proprietari. Il zercladur 1982 ha il fiug deplorablamein destruiu igl entir baghetg. — Ha il muliner Gion Fidel Deragisch (1826) fatg ir in ulteriur mulin a Segnas ni il predecessur dil mulin Huonder? E tgei mulin ella Val resp. Ravera da Segnas gudeva Toni Stiefenhofer ils 1844/45?

La resgia veglia da Segnas, enconuschenta sut il num Resgia Desax, menada d’ina roda gronda occupava ina foppa vi davos l’actuala sechentera da carn. Daventada l’unfrenda d’in incendi ils 1974 eis ella vegnida remplazzada d’in cundrez modern, oz proprietad da Placi Flury. La cascharia che parteva in baghetg cul fuorn da vischins ha, aschilunsch ch’ins po seregurdar, buca giu roda d’aua. Dalla fravia veglia, stada aunc el 19avel tschentaner el plaunterren dalla sechentera Sialm, ein restai ils fastitgs d’in dutg che menava el vegl indrez.

Val da Cuoz

Quater generaziuns dalla famiglia Schnoz, propi glieud cun talent per industria e commerci, han menau ella Val da Cuoz sut Segnas ina fatschenta enconuschenta lunsch entuorn. Ella cumpigliava mulin e fallun, il luvratori da scrinaria ed entochen 1908 aunc ina scarsinaria leutier. Era la resgia muncava buc; ella pudess eventualmein datar dils 1864. Gliez onn ha la vischnaunca numnadamein lubiu a Gion Fidel Deragisch da baghegiar ina resgia si Segnas u Cuoz.

Quei spazi era buc il liug da cauma pil dutg dalla val. Il muliner Gion Giusep Schnoz (1825—1886) po aunc haver manischau el mulin, fallun, pella e torchel, baghetgs che sesanflavan pli da vegl in tschancunet plinensi che la scrinaria dad oz. Pader Karl Hager relata d’in fallun fetg primitiv, installaus all’entschatta dil 19avel tschentaner forsa. Pusseivel che Sep Mattias Monn da Buretsch ei staus da quei temps muliner ella Val da Cuoz.

Ins mava si respectiv giu Val da Cuoz per moler e fullar, mo era per far pinar uaffens ed iseglia. Ultra da quei vegneva era fatg cheu il ruder e vischler. Propi in center da sentupada e scomi da meinis per glieud vegnida d’ensi e d’engiu. E las rodas aultas survevan incuntin la varionta mecanica. Anno 1918 ha meister Schnoz drizzau en ina turbina ed era provediu il vitg da Segnas cun forza electrica. La stad 1933 ha il fiug destruiu la gronda part dils baghetgs. Allura han ils frars Schnoz baghegiau lur resgia nova a Plaundadiras sper il stradun, ina fatschenta da lenna che flurescha ad in flurir. Sil sulom dalla veglia casa paterna ella Val da Cuoz sesaulza ina casa da duas habitaziuns cun in luvratori che ha denton catschau il mulin a cantun.

Funs

Il Rein d’Acletta che s’unescha sur la lingia dalla viafler dalla Furca-Alpsu cugl Ual da Clavaniev ha furniu dapi tschentaners daried aua pils menaschis da Funs, Gonda e Raveras. La scheina da Funs cun s. Catrina, la zun venerada patruna dils muliners, ei in oreifer punct da partenza per visitar ils menaschis d’aua da Mustér. Il matg 1864 ha la vischnaunca lubiu a dr. Condrau da baghiar ina resgia si Funs sur la punt nova, pia leu nua che la via d’Acletta banduna oz il stradun.

Culs onns ei la resgia ida a divers possessurs ed affittaders: ils frars Vincenz da Sontget, major Francestg Antoni e capitani Felix, Sep Antoni Huonder ed auters. Ins resgiava per sesez e pils vischins dil contuorn. Ils 1890 circa ha Cristian Schmed (†1917) da Peisel — staus enzacons onns resgiader tiels Maissens a Rabius acquistau il baghetg ord ils mauns da Felix Vincenz e segirau la cuntinuitad per duas generaziuns. Giochen Schmed (naschius 1903) ha surpriu la resgia cun 17 onns e resgiau sco in carschiu, e quei per ina taxa d’aua da 10 francs per onn alla vischnaunca. Igl indrez era fetg resistents, reparaturas deva ei per aschidadir mai. La rod’aulta che haveva in diameter da treis meters ha teniu la dira entochen anno 1938, igl onn ch’ella ha renunziau en favur dall’electricitad. Da 1942 entochen 1965 ha Battesta Deragisch, fegl dil renomau resgiader e muliner claustral, fatg dalla primavera agl atun il resgiader tiels Schmeds. Ei tuccava per temps da resgiar di e notg, cunzun cura ch’ins ha eregiu las punts piarsas per la nova Punt Russein. Battesta, igl enconuschent salter da cumin, era occupaus el negozi da lenna e segidava cul frar vegl che ha surviu alla vischnaunca sco bostger communal 1933–1971.

Vi la Resgia vegneva era fatg glatscha cura ch’igl ault digl unviern arrivava cun ferdaglia recenta. Els onns 1925/30 per exempel mava vieua Schmed sezza da mesanotg vi la Resgia, derscheva o aua sul glatsch per carschentar il sbugliadetsch. Ses fegls furnevan glatscha als hotels da Mustér ed al deposit dalla brassaria el tschaler dil hotel Rätia, anteriuramein possess da Gion Michel Flury a Sontget. La via nova d’Acletta e l’avertura dallas pendicularas han fatg fin cun resgia e regress dils Schmeds sper igl Ual da Funs. Cheu han las rivas dil Rein d’Acletta midau radicalmein aspect ed ambient.

Mustér-Gonda

Silla riva dretga dil Rein d’Acletta resortevan — avon la spazzada succedida 1978 — la resgia, il mulin e fallun dalla claustra. Tgi che ha legiu attentamein las paginas dedicadas al svilup dils indrezs da moler ella Cadi, sa ch’il niev mulin abbazial ha entschiet a funcziunar en quei liug cuort suenter ils 1750 e che sia famusa roda verticala ha muntau in grond progress per gliez temps. Mo era il baghetg niev ha giu da sbatter culs malarts dil destin. Las auas grondas dils 1762 ein vegnidas cun l’emprema scultschanada. Per far las reparaturas ha igl avat stuiu recuorer a meisters jasters.

Buca per pura casualitad ein mulin e resgia mitschai dil barschament da 1799. Quei ei stau il meret dil malizius muliner Sep Antoni Berther, bein en mongia culs Franzos che eran buca pauc dependents dil muliner e da sia frina. L’invasiun franzosa e sias consequenzas ein stadas diras per la claustra. Ei muncava persunal e resursas. Ils paders eran perquei bi leds da mintga entrada, buc il davos dil mudest profit ch’els targevan da lur mulin e resgia a Trun ed a Mustér. Ina notizia digl onn 1813 paleisa ch’els schavan a tscheins lur mulin e fallun on Gonda.

Il vegl cumplex claustral sper il Rein d’Acletta cumpigliava atgnamein quater baghetgs: resgia e casa-mulin, clavau e fallun. Sut la lingia dalla viafier havevan ins fatg in uor per retener igl ual e menar in dètg tschallat aua sillas canals dalla resgia. Ina litografia dils anno 1840 muossa quei baghetg allungau che stauscha engiuviars viers la grunda dalla casa-mulin, lu la suletta casa crap da Gonda, ina construcziun massiva culs indrezs da moler el plaunterren e la mudesta avdonza (combra) dil muliner-resgiader suren. L’entrada menava silla vart dalla via en in spazius local cun dus mulins, da vart seniastra il mulin grond e da vart dretga il mulin pign. Ins saveva schar ir mo in u omisdus enina.

Anno 1884 — igl orsal steva sil treitetg e sin in quader el fallun — ha la casa-mulin survegniu ina nova e pli tschécca cumparsa. Il maletg ch’in fotograf ha fatg ils 10 d’uost 1891 fa ver la midada. La scheina da Gonda ei carschida. La resgia ha survegniu tetg dir; las rasenas da buoras ed aissas schain sut suostas. E la casa-mulin, alzada per in plaun resp. habitaziun, ha ina fatschada plascheivla. Flurs bein tarschinadas teidlan il sulegl sil parsiel dallas finiastras.

Resgia e mulin havevan ina rod’aulta da 4.50 resp. 3.50 meters diameter; quella dil mulin ei adina stada egl intern. Cul temps ei ina revisiun s’annunziada. Anno 1938 han motors electrics remplazzau la tracziun hidraulica. Al mulin suandavan clavau ed in fallun cun roda zanistrera (damaneivel 2 meters diameter) e tschun pisuns, dus per smaccar glin e treis per far o giutta.

Anno 1977/78 ha la claustra fatg on Gonda ina midada radicala che ha pretendiu considerablas investiziuns. Dalla veglia casa-mulin eisi restau mo ils quater mirs integrai el niev baghetg da habitar. Il vegl gartet da fler battiu staus sur l’entrada dil mulin ornescha uss il culmar dalla fatschada che dat encunter sera. — Igl areal dalla resgia ei semidaus en in curtgin, il fallun ei daventaus garascha. Il president da vischnaunca ha spindrau la roda-fallun ed autra tocca valeivla dalla decadenza segira.

Aschia semidan ils edifecis sco ils temps e la glieud. Mo paucs vischins pon s’imaginar ch’igl ei buc adina stau lev pils locataris da tractar culs zun differents paders statalters e viceversa. E tgi seregorda aunc dil salter da cumin Leci Ursicin Monn (1833—1920), staus duront decennis muliner e resgiader claustral, ni da Placi Desax, siu successur ils onns dall’emprema uiara?

En pli frestga memoria semantegn la famiglia Deragisch che ha luvrau onns ora a Gonda ton per la claustra sco pil vischinadi: Sep Antoni Deragisch, siu fegl Johann (1891—1977) cul frar ledi Josef ed ils fegls da Johann, en special Felix ch’ei staus il pli davos muliner e resgiader (entochen ca. 1975/76). Ins sa resdar ch’il Johann Deragisch, in famus catschadur, pescadur e trochist, senezegiava aunc cun 70 onns dallas pausas el stan da tir da Fontanivas per dar ballapei culla squadra bizara da fegls e biadis ed amitgs tiradurs. Ei descha da francar en quest liug il num da sia consorta, l’aspra e nunstunclenteivla Luisia (†1975); ella dumignava buca mo la gronda truscha en mulin e fallun, mobein preparava il gras muntaniala e restigiava bia auter cura che ses umens mavan cun pissiun a catscha aulta e bassa.

Il mulin dalla claustra fuva denton mo igl emprem rin ella fila dils varionts cundrezs hidraulics situai denter dils straduns dall’Alpsu e dil Lucmagn. Tgei grondiusa scuvretga sch’ins havess saviu registrar avon tschien onns en tun e maletg il scadenar e barhar allas rivas dil Rein da Acletta! Quei havess dau in film documentar da nui, propi ina documentaziun che pudess entusiasmar ils admiraturs da tradiziuns popularas, ils hosps da vacanzas e forsa schizun enqual indigen (!). Tgei deletg da contemplar co l’aua seschlueta tras dutgs e canals e croda tschallatond els cups u palas dallas rodas! E con captivont ei fuss da tedlar ils umens che dattan agra e resgian, che marclan e dolan, ni da cumpignar las masseras che molan e fuolan la materia necessaria per viver e sevestgir!

Gest sur la punt da Gonda, la punt dalla via vedra che mava viers S. Gada, in pass sut il stellischein dil fallun claustral steva il menaschi da Placi Desax (morts 1954 cun 93 onns). Quei ‘industrial’ dil vitg possedeva leu scrinaria, scarsinaria e tenscharia sut il medem tetg. Pli da vegl ei la fatschenta stada els mauns da Gislers, forsa parents cun quels da Sedrun-Salins. Quella scarsinaria mecanica sto esser stada ina gronda novaziun entuorn ils 1850. Il famus schumber cun guottas da fier per sluccar la launa avon che filar ha remplazzau ils scarsins generalmein en diever avon. Ver tschien onns ha la rod’aulta tratg ils grevs cilinders (entochen 1947); dapi lu paussa ella bein schit el zuppau laschond la dira fadigia alla forza electrica.

Placi Desax era scrinari da professiun e s’empatschava silpli en cass da reparaturas dalla scarsinaria, nua che sia dunna ed in pèr gidontras devan damogn cul scarsinar e tenscher. Anno 1945 han il fegl Battesta e sia dunna Claudia, naschida Hossmann, ughegiau da surprender la scarsinaria. Aunc sco vieua ed els 80 ha la scarsinunza da Gonda teniu la dira e pudiu transmetter al beadi Roland de Sax buca mo las cumprovadas maschinas, mobein era il dun e tschaffen da tarschinar launas. E pilver! Il giuven vegnius si dalla Bassa ei cun cor e maun vid sia caussa creond colurs admirablas cun scorsas e feglia e jarvas.

Las industrias sut la Punt da Gonda stavan cun ina suletta excepziun silla riva seniastra dil Rein d’Acletta. Parallelmein cun quella flessegiava in dètg dutg mulinanc, en canals u bischels gest sco ei fageva da basegns. Sut la Punt da Gonda, pli precis fass ei da dir giun Ruosna, havevan Toni Manetsch e pli tard ses fegls Hans e Lucas in variont cumplex: resgia e scrinaria, mulin e fallun. Las duas u forsa treis rodas d’aua han calau da girar ils anno 1905. Quei onn ha Toni Manetsch (1864—1916), in mistergner plein ideas e gronda iniziativa leutier, installau ina turbina che ha furniu forza electrica al vitg da Mustér ed allas maschinas dalla Stampa Romontscha. La lingia d’aua ei aunc restada per decennis ed era il lennam emplunaus u rasenaus entuorn entuorn, gie schizun da tschei maun digl ual.

Il mulin sesanflava en sia casa, giu suten. L’aua entrava en bischels, ditg e liung per la roda, silsuenter per muentar la turbina. Il fallun ha stuiu far plaz sil pli tard anno 1905 als indrezs dalla forza electrica. Quei onn ha Curdin Flepp numnadamein vendiu siu sulom dil fallun a Toni Manetsch, al qual igl ei restau mo in bien decenni per sededicar a sias occupaziuns tecnicas. 1949 vendan ils frars Hans e Lucas la resgia a gerau Placi Desax junior. Ella ei aunc oz en funcziun silla Cuppa ella scrinaria dils frars Johann e Victor Maissen. El medem temps vegn era la turbina demontada ed il mulin electrificaus. El stat eri 1976 — Lucas ha serrau la retscha dils muliners — ed anfla allura in niev suttetg a Sumvitg ella Val Mulinaun. La «Casa fallun» vegli regurdar il viandont che passa si e giu alias modas primitivas da luvrar ed alias novaziuns fatgas dapi l’entschatta da nies tschentaner.

Pauc plinengiu secattava la schinumnada resgia dils Frys. Battesta Fry (1856—1950) ha mess si leu anno 1900 per dr. Conradin Hess ina resgia cun scrinaria vitier e priu si tut per tscheins. La roda gronda da palas, bunamein quater meters aulta, ha prestau buns survetschs entochen alla entschatta dalla secunda uiara mundiala. Giusep Fry (1889) ei passaus anno 1919 els fastitgs da siu bab ed ha teniu stendiu per quater decennis. El ha raquintau ch’el resgiavi ils emprems onns per sis centims il meter current e stuevi dar giu la mesadad e tut ils curdems leutier agl affittant dr. Hess. Giusep Beeli da Medel ha cumprau quella resgia ils 1959.

Mustér-Raveras

Sur la Punt dil Lucmagn stavan dus indrezs: il luvratori da ruder da Placi Rudolf (pli enconuschents sco Placi «gerber») e la scrinaria da Battesta Werth, transformada pli tard en in deposit da bubrondas. Omisdus menaschis havevan aunc tschécca muntada avon 30, 40 onns; els duvravan ina roda d’aua da cuminonza. Ton sco nuot dat pli perdetga da lur existenza d’inagada.

Ei vonza aunc il quartier sut la Punt da Raveras. In tunnel baghegiaus parallelmein cugl ual menava la mulinanca sutora e surdava ella allas liungas canals dil mulin e fallun da Giachen Venzin-Maissen situaus sut la scrinaria da Placi Flepp. Umens naschi entuorn ils 1900 seregordan aunc fetg bein ch’els mavan da buob a pei blut da quella misteriusa gallaria enasi entochen si tier la roda d’aua communabla dil Rudolf e Werth. La tradiziun dils Venzins para d’esser dètg veglia. Giachen Tumaisch (1822—1858) ei mo in ella retscha da lur era mulinera sut la punt. La generaziun precedenta ei representada da Bistgaun Andriuet naschius 1794. En nies tschentaner han Giachen Venzin, sia consorta Onna Maria e lur 11 affons, oravontut il Bernard (1904—1983), dau veta e valeta al mulin da Raveras. Il fallun ha stuiu ceder gia ils anno 30. Igl onn 1980 han ins renovau la casa, ed allura ei era il mulin vegnius dismess. Sut il mulin Venzin era la mazlaria Gadola. Guglielm pign, il bab digl enconuschent scribent popular dil medem num, duvrava ina roda zanistrera per alzar si tiers gronds e per trer ina maschina da manizzar carn.

Giudem Raveras, cuort avon ch’il dutg dallas fatschentas menziunadas sbucchi el vau digl ual, steva ina sempla roda d’aua sut ina suosta. Da cheu naven tunscheva ina suga da varga 70 meters si ella fravia veglia da Ernst e fegl Fidel Huonder. Cun agid d’ina transmissiun targeva quei cabel il fol ed ina maschina da furar metal. Quei zun patent sistem era semeglionts agl indrez dalla fravia d’Arnold Giger a Schnaus. Ils 1924/25 ei succediu la midada dalla roda d’aua al motor, mo quel ha buca luvrau biars onns. Entuorn ils 1930 gia ha Gion Lutz aquistau il baghetg sil cunfin Raveras/Vitg e transformau el en ina habitaziun. Il giuven fravi Battesta Bundi ha cumprau igl inventari e priu si il luvratori per cuort temps, vul dir entochen ch’el ha giu baghegiau igl onn 1932 sia fravia nova a Catins sper la via dil Lucmagn.

La riva dretga oragiu Raveras ei stada habitada el tschentaner vargau e forsa gia avon. Catan Huonder (1845-1926) duei haver baghegiau avon tschien onns circa ina scrinaria visavi il mulin Venzin. Quella u in semegliont indrez haveva roda d’aua. La vischnaunca ha protestau e fatg spazzar il baghetg che scrinari e catschadur Huonder haveva sco ei para construiu senza lubientscha. Mo quel ha priu in rutinau advocat ed ei sedefendius cun bravura gudignond in process che ha custau per lezs onns ina considerabla summa alla cassa communala.

Mustér-Vitg

Igl ei uras da schar serpegiar igl ual vinavon, staunchels ch’el ei dad ir per dutgs e sur rodas e probabel bi leds da prest puder embratschar siu cumpogn il Rein grond oragiu Brulf. Mo dils indrezs mecanics da Mustér eisi aunc per bia buca detg tut. Gion Antoni Rudolf (1789—1879) ei staus gerber sco era siu fegl Gion Gieri Fidel (1821—1907). In dils falluns da Gonda u Raveras era per franc stgis da manizzar las scorsas per la gerba (forsa buca la suletta) plazzada sper l’actuala Stampa Romontscha. Leu pudevan ins dil reminent udir bein il batter e marclar dil fravi el local che ha dau suttetg alla stampa veglia, quella da 1857, e pli tard alla «Dépendance» dil hotel dalla Cruna. Dus umens silmeins veglien en quest liug regurdar alla razza fermezia dils fravis da fier e d’irom, da crotschas e da cavals: Placi Antoni Flepp da Raveras (1811—1855) pil temps vegl e Battesta Bundi-Zazzi da Cattins (1896—1982) per la midada dalla tradiziun alla tecnica.

Ei vala la peina da sefermar aunc in cuort mument el Vitg. Il fevrer 1868 ein in tozzel purs sedecidi da purtar il latg en ina cascharia communabla. La claustra, sezza il grond pursanavel, ha mess a disposiziun il baghetg, la panaglia e schizun igl agen signun. Sto esser che l’innovaziun ha prest pigliau ragischs; pertgei in onn pli tard han ins giavischau che la claustra installeschi in indrez da trer panaglia cun l’aua sincerond ch’ella hagi en quei cass ni da furnir lenna ni da pagar pustretsch. Ei vegneva caschau da calonda mars entochen calonda matg, onns tardivs ina u duas jamnas pli ditg. Professer Placi Condrau, tut incantaus dil progress economic da Vitg ed uclauns, scriva en ina Gasetta romontscha da quei temps che Mustér possedeva 8 muliners, 5 fravis, 3 cuntschacurom, 4 colorists (ferbers), 7 signuns e secapescha aunc biars auters mistergners.

Il lectur po forsa sedumandar sche Mumpé Medel possedeva pli baul agen mulin e resgia. Ils cundrezs novs dateschan da 1934 e van cun current electric. Avon stuevan ils purs dall’ucliva bardigliar graun e glin a Mustér, da preferenza el mulin dalla claustra sper la via vedra. Mumpé haveva strebel aua pil tenercasa nundir per in mulin. Las femnas havevan bia gadas buc autras letgas che dad ir da Ragisch enagiu e tochen Rein per lavar resti, in stuffi toccun per descender e per turnar aunc bia mender.

Cavardiras e Caprau

mavan a moler e fullar a Mulinets sur la via vedra sin la pastira denter ils dus vischinadis. In mulin e fallun ein i entochen 1912. Ei era plirs baghetgs. In u l’auter ein stai proprietad da Gion Francestg e Placi Monn. Quei eran mistergners cun dètg vastas enconuschientschas. Els capevan era da luvrar ora lenn, cunzun il Placi vischler. Da temps en temps mavan els cun cargas bellezia rauba da lenn dalla Val Medel enasi, sul Lucmagn e Munt Schiember per vender lur mercanzia giu ellas vals ambrosianas. Anno 12 ha Toni Manetsch, il rufinau tecnicher ch’il lectur enconuscha dils indrezs da Mustér-Gonda, cumprau il mulin dils Monns ora Mulinets e leutier forsa era il fallun respectiv siu sulom. El ha demontau e schubergiau la tocca sperond da furnir ella per in’exposiziun. Ins astga supponer ch’ei setractava cheu da mulins bass, pia d’indrezs cun roda horizontala alla moda veglia. Tut surura ein ils plans dil Manetsch vegni tschuncanai. E las tegiettas da Mulinets, sbluttadas e spossadas sil peter pis, han buca giu autras letgas che smarschir. Ils descendents da Toni Manetsch san aunc relatar ch’el hagi allura cediu ils suloms o Mulinets alla vischnaunca e survegniu da quella encomi silla riva dretga on Gonda la medema mesira pastira numnada dapi lu «Vi l’America».

Disla

A Sum Disla dado la caplutta da s. Leci nescha in dutg. Quella fontauna dils Huns, respectiv fontauna freida da s. Leci ei senza dubi stada da gronda muntada per plazzar l’emprema culegna ella foppa tumpriva. El plaunterren dalla casa sper il sanctuari (stau casa Caduff, oz en possess da Walter Maissen) possedeva la claustra ina fravia cun roda d’aua pil fol. Igl indrez regorda buca pauc als cavals da sauma ed als vitturins dalla via veglia sursilvana. La fravia vegn menziunada anno 1801. Ei pudess setractar dil vegl indrez. 1813 dat la claustra a tscheins sia fravia nova giu Disla. Entuorn ils 1820 regia cheu il fravi tiroles Josef Schatz che ha fabricau pliras sprezzas da fiug per las vischnauncas dalla Cadi. Forsa ein Placi Fidel Bigliel (1790—1856) e Pieder Antoni Valier (1815—1884) stai ses successurs.

Disla haveva avon 150 onns bia dapli terren e habitonts che ozildi. Mulins, fallun ed auters indrezs survevan als agens basegns. Las auas grondas da 1834 e da 1868 han raffau naven bia funs fritgeivel e clavaus situai giu el plaun sper il Rein. Protocols da hipotecas muossan che Leci Steri possedeva gia ils 1795 in mulin a Disla e che ses descendents havevan leutier in fallun ils 1838/42. Emprema menziun pli concreta mereta il mulin pign. El ei staus in vegl mulin da dretgs, els mauns dallas famiglias Manetsch, Berther, Bundi ed autras. Il dutg sgurghigliava dils praus giuadora viers Disla Sut, prendeva in pulit catsch e mava sut il mulin en stuschond las palas dalla roda zanistrera. Las molas pusan aunc el baghetg scardaliu che stat cheu tut paupers e schenaus.

Sut il mulin pign muentava ina roda gronda la resgia da Lucas Monn. El plaunterren annex havevan ils vischins da Disla endrizzau in fallun da dretgs cun pella e roda zanistrera. Il torchel d’ieli semglin stava ella casa da scola ed era anno 1916 en tutta cass stgis da satisfar als basegns dils vischins. Il mulin ault sut il rieven ei staus inagada en possess dallas famiglias Manetsch e Placi Bigliel. Pli tard eis el ius tras ierta a Pieder Beer; siu fegl Giusep, il davos muliner da Disla, po haver mulau entochen 1955; allura eis el setratgs ella Bassa. Il cundrez ei restaus pulit intacts, mo la roda ruissa dils onns ei buca pli. Ella casa-mulin habitescha glieud d’ordeifer. Ed il dutg, tscheu e leu mess sut tiara, rocla da quei trestet dalla plaunca giu e sepiarda el letg dil Rein. Ual sut il fallun, denton silla riva dretga dil dutg, ei aunc semantenida la casetta che ha dau albiert alla renomada ferbra. Pader Placi a Spescha ha annunziau l’installaziun da quei indrez en sias notizias d’anno 1815. Gliez onn ha Giachen Antoni Berther-Caduff, oriunds da Danis, daveras aviert la tenscharia che ha rendiu duront quater generaziuns buns survetschs alla populaziun dalla Cadi e d’ordeifer. Francestg Berther-Sialm (1799—1870), siu fegl Conradin Giusep Berther-Manetsch (1825-1881) ed il biadi Aluis Francestg (1864-1945) e sia consorta Maria Tresa Monn han fatg tutta honur al ferber fundatur.

La tenscharia, atgnamein pli enconuschenta sut il num «ferba da Disla», era endrizzada el plaunterren dalla casetta allegada. Suren habitavan ils tenschateilas da tschels onns, silmeins entochen 1846, igl onn ch’ils Berthers han baghegiau la casa dubla el prau encunter sera. La ferbra haveva ina roda d’aua zanistrera ch’ins duvrava per diversas lavurs. Eran resgia e fallun sisura en moviment, haveva il dutg breigias da reprender il catsch necessari per far ir la roda dalla tenscharia. Duront periodas schetgas tschessava la fontauna da s. Leci. Mo ils Berthers seschavan nuota metter en perfetg. Els mavan silla Val Sogn Placi dadens Faltscharidas, bettevan il torrent d’ina vart, e pren mira, dus dis pli tard haveva Disla aua detgavunda.

Ils ferbers havevan viaden egl atun ed unviern pil solit lavur da strusch puder dar damogn. Giu da Mustér vegneva la buobanaglia magari suenter scola cun zuolas teila sin scarsola. A pei e sin menadiras arrivavan cargas launa, carpun e cadisch per schar colurar. La primavera purtavan las tissunzas buordis teilas tessidas in unviern ora. Ils Berthers devan colur tenor giavisch e talien, e quei per in prezi mudest. Mintga battegl era marcaus cun la noda-casa dil possessur; ils ferbers enconuschevan segns e clients ordadora.

Ils davos tenschiders, il Luis Berther «ferber» e Gion Antoni Levy (1873—1952), han teniu la dira entochen 1943; mo lu ei la ferbra ida en. Ina part dils indrezs ed Utensils da fullar e colurar han priu la via per Basilea nua ch’els ruaussan el Museum d’etnografia e tradiziuns popularas. Empau tocca po aunc esser starschada tscheu u leu. Tgi che s’interessescha per la sort e funcziun dalla ferbaria da Disla, legi la lavur da patenta che la scolasta Anita Bisquolm da Madernal ha dedicau a quella interpresa svanida.

Vonzei ein ils locals dalla ferbra semidai en in luvratori da crappa scalegl e serpentin. Curdin Berther, fegl dil davos ferber, Gion Antoni Levy cun siu fegl Giusep ed auters han sviluppau in’industria che ha fluriu buca mal in tschuppel onns.

Madernal

dadens la siara da Travaulta, possedeva o la Val Russein — o Mulin sco ils cussadents dall’ucliva dian aunc oz — in sempel indrez dil qual mo las ruinas ein pli veseivlas. In cuort pluschein menava l’aua sutora e muentava la roda da palas zanistrera. Ch’il mulinet da Madernal ei era staus fetg d’engrau als purs da Perdomat, basegna negina explicaziun. Placi a Spescha sa resdar da duas resgias agl ur digl Ual da Barcuns, aschia numna il zun allert pader ils torrents da Cavrein e Russein reuni. L’ina era en Barcuns-Dadens, l’autra stava dado Madernal. Las auas grondas da 1764 han demoliu quella resgia e la magnifica punt crap sin l’aua che sparta la Sur- e la Sutsassiala.

Ina stermentusa lavina o la Stalusa

Ord la Gasetta Romontscha dils 31 da december 1919:

Ella spuretga vall Stallusa, sper Mustér, ei vegniu giu ina gigantica lavina, ch’ ei sederschida sur la punn crapp dil stradun, destruend ils parapets, e savonzada sut il vischinont, lartg viaduct de viafier ora tochen giu Rhein, menond bia material e lenna. Ulteriuras disgrazias ha quella per ventira buca provocau. Ins seregorda buca de semegliontas lavinas en tal liug.

En bia loghens ha la nevada e la suondonta presenta marschauna cun plievia caschunau auas grondas ella bassa e smanatschau prighel. Era a Glion ha il Rein contonschiu quels dis ina altezia darar sudida.

Midadas tier la posta da pachets

Ord la Gasetta Romontscha dils 28 da matg 1919:

Fatgs de posta. Dacheadenvi vegnan ils pachets sur 5 kg., sch’ igl adressat dispona buc autruisa, mintgamai portai a scadin en casa, cnnter la regulara taxa de 15 resp. 30 cts., tenor peisa ne valeta. — Tgi che vul sez retscheiver regularmein tals pachets tier la posta, ha mintga meins de prender persuenter in caum postal per tscheins. — En negin cass denton vegnan dacheudenvi tals pachets avisai pli dal biro de posta, num che lur spediziun seigi combinada cun difficultats.

Disgrazia a Vitznau

Ord la Gasetta Romontscha dils 18 da zercladur 1919:

Il venderdis vargau ein nies stiman hotelier Sgr. Fl. Tuor dil „Disentiserhof“ a Mustér, strusch staus returnaus da Tunis, e sia familia vegni surpri dalla tresta nova telegrafica, che lur fegl Jean Antoine, in stupent giuven de 17 onns, dapresent a. Vitznau, Lucern, seigi negaus leu enten far bogn el lag. La disgrazia ei pari succedida tras malsinschinar d’ in siu compogn, che teneva dalla riva ano il giuven Jean Tuor, aunc nuncapavels de senudar, vid ina suga entuorn veta. L’aua haveva sper tala riva l’altezia de 6 meters, in liug, che havess doviu vegnir sclaus per nunexercitai. La bara ei immediat vegnida anflada. La domengia ei quella arrivada a Mustér ed jer vegnida surdada cheu alla fossa sut numerus conduct e generala condolientscha. De ses anteriurs conscolars della scola claustrala han portau e compignau cun bandiera velada il giuven defunct tier il ruaus el senteri a S. Gions. Jean Tuor haveva fatg la scola reala en claustra a Mustér e lu el collegi a Sviz e concludiu leu onn stad la partiziun mercantila cul diplom; silsuenter absolviu quest unviern la scola d’ hoteliers a Lucern e sesanflav’ ussa per instrucziun practica en in hotel a Vitznau, per en quort daventar ina buna petga dil bab en sia hoteleria a Mustér e Tunis. Nies segner ha giu destinau autruisa — el vegn era a consolar la combrigiada familia!

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