Entwicklung der Einwohnerzahlen 1803 – 2014

Die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Disentis ist eine Spiegelbild der Geschichte. Hier einige Fakten:

Die verhältnismässig tiefe Zahl von 1808 erklärt sich dadurch, dass die Zählung der Rekrutierung von Truppen für die napoleonischen Kräfte diente. So meldete Disentis wohl absichtlich tiefere Zahlen. Mit dem Aufkommen des Kurortes steigt auch die Zahl der Einwohner ab 1900 markant an. Die touristische Entwicklung zeigt sich auch in den konstanten Zahlen ab 1960. Erst 2000 kommt ein Einbruch, Abwanderung und Rückgang im Tourismus mindern die Zahlen. Ab 2010 ist ein Zuwachs bei den Geburten wieder feststellbar.

21. Jahrhundert

2001

Die Primarschule in Segnas wird im Juni geschlossen, da zu wenig Schüler vorhanden sind.

 

2004

Das neue Mädcheninternat, Unterkunft für die internen Schülerinnen der Klosterschule, wird eröffnet. Als Architekt zeichnet Gion Antoni Caminada.

 

2006

Am 17. April zerstört ein Feuer den Klosterstall in Salaplauna. Eine Kuh und ein Pferd werden Opfer der Flammen. Das nebenstehende Haus kann gehalten werden.

 

2008

Die Gemeinden Medel/Lucmagn, Tujetsch und Disentis beschliessen, eine gemeinsame Feuerwehr Sursassiala zu führen. Diese nimmt ihren Dienst am 1. Januar 2009 auf.

 

2009

Nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit wird der Klosterstall in Salaplauna wieder neu eingeweiht.

 

2010

Die Sennaria Surselva wird eröffnet, Salaplauna wird zum Zentrum der regionalen Landwirtschaft. Das Gemeindehaus wird total-saniert und erhält ein neues Erscheinungsbild. Die AXPO entscheidet, das Kraftwerk Russein zu vergrössern. Der Kirchturm in S. Gions erhält eine neue Uhr gegen Norden, das gesamte Geläute wird renoviert. Die Festung Stalusa wird neu als Museum eröffnet.

Die Sennerei in Salaplauna wird im Dezember eröffnet.

Das Museum Fortezia Stalusa öffnet seine Pforten. In der alten Festung zu sehen sind Waffen und Einrichtungen aus dem 1. und 2. Weltkrieg.

 

2011

Der Winter kommt nicht. Im ganzen Winter fallen nur wenige Flocken, die Wiesen sind braun. Das Skigebiet kann trotzdem offen gehalten werden.

In Fontanivas wird die Brücke über den Vorderrhein saniert. Die Brücke wurde in den 50er Jahren erbaut und war in einem sehr schlechten Zustand.

Nach 140 Jahren geht das Hotel Disentiserhof in den Konkurs. Der Gemeinde gelingt es, zusammen mit der Raiffeisenbank Cadi, das Hotel zu retten.

Der neue Strassenabschnitt in Garmischeras wird dem Verkehr übergeben. Somit verschwindet eine gefährliche und enge Fahrstrecke auf der Oberalpstrasse.

Das alte Altersheim Casa s. Gions wird Ende Jahr abgerissen, um Platz für einen Neubau zu schaffen.

Mumpé Medel wird an die Gemeindekanalisation angeschlossen.

Die Fernheizung RECAL wird in betrieb genommen. Verschiedene öffentliche und private Gebäude werden an der neuen Fern-Schnitzelheizung angeschlossen: Gemeindehaus, Schule, Pflegeheim, Sportzentrum, Kloster, Käserei.

Die Stimmbürger entschliessen sich, sich am neuen Kraftwerk Russein zu beteiligen. Das bring der Gemeinde jährlich rund eine halbe Million Franken Zusatzeinkommen.

Das Jugendlokal in der Halla Cons wird eröffnet.

Der Verein „Uniun da scursalar e spassegiar“ in Mumpé Medel eröffnet ein kleines Restaurant neben der Schlittelpiste.

In Lai Alv wird das Bergrestaurant vergrössert und renoviert.

 

2012

Disentis feiert 100 Jahre Rhätische Bahn. Mit einem grossen Volksfest wird über zwei Tage diesem grossen Ereignis gedenkt. In Pignola wird die neue Industriezone erschlossen. Die Hauptstrasse durch das Dorf, zwischen casa Cumin und Mobilias Fry, wird saniert.

Die Bewohner des Pflegeheims werden für die Bauzeit von eineinhalb Jahren ins Kloster umgesiedelt.

Der Strassentunnel Mumpé Medel erhält eine neue Beleuchtung. 

Die Kaplanei Cavardiras wird in die Pfarrei integriert und aufgelöst.

Das Kloster bekommt am 19. April einen neuen Abt, Abt Vigeli Monn aus Sedrun. Nach vielen Jahren hat das Kloster wieder einen Romanisch sprechenden Abt.

 

2013

Pfarrer Georg Changeth übernimmt die Pfarrei Disentis. In Cavorgia wird die Brücke über den Vorderrhein ersetzt.

Die Strassensanierung in Sontget, zwischen Mobilias Fry und Dorfeinfahrt, wird saniert.

In Barcusn beginnen die Arbeiten für die Kraftwerkserweiterung Russein.

 

2014

Die Ingenbohler Schwesterm verlassen Disentis. Nur noch zwei der einstmals sechs Schwestern wohnen im Dorf. Somit geht ein 127 Jahre dauernder Einsatz zu Ende.

Das neue Pflegeheim für die Sursassiala (Center da sanadad) wird im März bezogen.

Madernal und Pardomat erhalten eine neue Strasse. Diese wird voraussichtlich 2016 fertiggestellt.