Wieder die Pest

1635/1638. Die Pest wütet in der Region und fordert viele Tote. Zuerst am 15. August 1635 in Tujetsch, kurz später auch in der Gemeinde Disentis zerstört der schwarze Tod viele Menschenleben. Das Altarbild der Kirche Segnas, welche bereits 1668 vergrössert wurde, zeugt von der Katastrophe. Dort findet sich die Inschrift: : „Im Jahr 1638 sind wir Jungs uns Alts von beiderley Geschlechts in der Zahl 30 Personen allhie an der Sucht gestorben und die Ersten begraben. Bitten Gott für uns alle. Amen.“

 

Die Pest fordert Todesopfer

1635/1638. Die Pest wütet in der Region und fordert viele Tote. Zuerst am 15. August 1635 in Tujetsch, kurz später auch in der Gemeinde Disentis zerstört der schwarze Tod viele Menschenleben. Das Altarbild der Kirche Segnas, welche bereits 1668 vergrössert wurde, zeugt von der Katastrophe. Dort findet sich die Inschrift: : „Im Jahr 1638 sind wir Jungs uns Alts von beiderley Geschlechts in der Zahl 30 Personen allhie an der Sucht gestorben und die Ersten begraben. Bitten Gott für uns alle. Amen.“

Specksteinöfen

Um 1550 Die Wärmespeicherung des Specksteines wird entdeckt und es entsteht eine neue Industrie. Unterhalb von Mumpé Medel wird der Stein abgebaut. Vor allem im 19. Jahrhundert erlebt der Stein einen Höhepunkt. Der Steinbruch wird bis heute genutzt, machte allerdings im Jahr 2013 negative Schlagzeilen, da Asbest in einigen Adern gefunden wurde. Trotzdem ist  der Einsatz des Ofens absolut unbedenklich.

Schloss Chischliun

1570 erbaute Landrichter Sebastian von Castelberg das Schloss Chischliun (Castelberg, Caschliun). Das Schloss brannte 1830 ab und wurde nicht mehr aufgebaut. Das Schloss gab dem Ortsteil seinen Namen und lebt demzufolge wenigstens auf dem Papier weiter. 1581 soll Erzkardinal Carolus Borromäus aus Mailand im Schloss Unterkunft gefunden haben. Ob dies zutrifft, ist eher unwahrscheinlich, da der Erzkardinal Herr über das Kloster war und eher dort als Gast untergebracht war. Sicher wird er die Adelsfamilie aber im Schloss besucht haben.

Mulin e resgia Gonda (Klostermühle/-säge) 

In Gonda hatte das Kloster eine Sägerei, Mühle und eine Flachsstampfe. Nach der  Uerschwemmung von 1954 wurden die Wasserräder der Klostersäge und der Klostermühle zerstört. Es folgten Bachverbaungen im Bach Acletta. Die Sägerei und die Mühle wurden elektrifiziert aber nicht mehr lange betrieben. Im heutigen Garagegebäude (178) befand sich eine Leinölstampfe (Fallun) die schon lange ausser Betrieb war. An der Stelle des Anbaus (179-A) befand sich die Säge. Auf dem Richtung Acletta anschliessenden Grundstück wurde das Holz gelagert.

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Der Lukmanier als Verkehrsweg in alter und neuer Zeit

von Buholzer, Columban, Disentis aus: Bündner Monatsblatt: 1934, Heft 9, mit ergänzenden Fussnoten zum heutigen Stand durch Gion Tenner

Der Name des Passes ist Gegenstand verschiedener Deutungen geworden: P. Plazidus a Spescha leitet den Namen Lukmanier von Lucus magnus = grosser Wald ab. Italienisch heisst der Berg Locomagno, und romanisch Cuolm Santa Maria oder auch Lukmagn. Die ältesten Erwähnungen des Namens sind:

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